Reisen in Vietnam

Zu Gast bei einer Vietnamesischen Familie, ein toller 3-Tagestrip in die Halong Bay und das Bergland von Sapa.

Nachdem wir schon viel von Asien gesehen hatten reizte uns Vietnam, als eines der exotischsten Länder Asien´s. Unsere letzte Station war Japan, und bei unserem Japan Urlaub hatten wir mal das "saubere" Asien gesehen. Trotz der unglaublich vielen Menschen in Tokio ging alles geordnet und diszipliniert zu, es gab kein Gedränge, fast keinen Lärm, es war sauber auf den Straßen, Züge und Busse gingen pünktlich. Auch trotz der Sprachbarriere war Reisen so einfach wie selten zuvor!

Und dann kommen wir in Hanoi an und es war alles – anders! Schon die Taxifahrt in die Stadt war ein kleines Abenteuer, und sogar im Vergleich zu Thailand und Bali war hier absolutes Chaos vorzufinden. Wirklich jeder Mensch scheint hier eine Roller zu besitzen. Der gemeine Vietnamese fährt, wenn auf der 2-spurigen Straße kein Platz mehr für den 6. oder 7. Roller nebeneinander ist, einfach auf dem Gehweg weiter – irgendwie muss man ja rechtzeitig zur Arbeit kommen. Letztendlich mussten wir noch die Straße überqueren um in unser Hotel in Hanoi zu kommen, aber bei dem Strom an Rollern war nach 5 Minuten warten (ohne die Aussicht auf eine Lücke) der Einzige Weg: Augen zu, und gaaanz langsam einfach über die Straße gehen.

Hanoi - Hauptstadt Vietnam´s

Zunächst haben wir das gemacht was Vietnamesen gerne machen: gegessen! Und viel Essen sollte man sich bei Vietnam Reisen nicht entgehen lassen und die Städte wie Hanoi oder Saigon sind dafür optimal um den Urlaub kulinarisch zu bereichern! Ob zu Hause bei einem gemütlichen "hot pot" oder in Hanoi's "old quarter" in den vielen Essensbuden und kleinen Restaurants, die Frische und Vielfalt der Küche war einfach sensationell! Und außerdem gesund, mit viel Kräutern, Gemüse und oft gekocht oder gedämpft anstatt gebraten war das genau das Richtige bei den Temperaturen!

Nach ein paar Tagen Hanoi ging es dann ins Hochland nach Sapa mit dem Nachtzug. Eines ist sicher: es gibt angenehmeres als über Nacht mit einem der Züge zu fahren, aber es war nun einmal die zeitsparendste Methode um weiter nach Nordvietnam zu kommen. In Sapa gibt es viel zu entdecken, man kann wandern, zum Beispiel auf den Fansipan, den höchsten Berg in Vietnam. Oder Wasserfälle besichtigen oder Trekken gehen. Doch was uns am meisten fasziniert hat waren die Bergstämme die dort in ärmlichen Verhältnissen wohnen. Die Menschen dort sind meist Bauern und leben vom Reisanbau was man an den vielen und wunderschönen Reisterrassen sehen kann. Doch das ist ein Knochenjob mit wenig Verdienst. Viele versuchen deswegen ihr Glück mit handgearbeiteten Textilien auf dem großen Marktplatz etwas Geld an den Touristen zu verdienen. Etwas schockierend war die Beobachtung wie die ganze Region vermarktet wird. An jeder vielen Stellen soll man sowas wie Eintritt in die Dörfer zahlen, und es ist offensichtlich dass das Geld nicht bei den Leuten ankommt sondern in der Tasche des Ticketverkäufers landet. Touren werden haufenweise angeboten, aber die Qualität ist oft fraglich. Lieber von zu Hause aus bei einem nachhaltigen Anbieter buchen der auf lokale und vor allem verlässliche Guides zurückgreift, denn nur so muss man sich nicht ärgern und bekommt wirklich einen Einblick in die Lebensweise der Menschen dort!

Bergland von Sapa

Selten auf unserer Vietnamreise waren wir so hin und her gerissen wie in Sapa. Einerseits war klar das in den touristischen Orten jeder versucht einem das Geld aus der Tasche zu ziehen, egal ob man eine Tour bucht, den Eintritt für Sehenswürdigkeiten bezahlt oder ein Hotel reserviert. Andererseits haben wir hier etwas gesehen das wir so nicht erwartet hätte: richtig alte Stämme leben hier fast noch wie hundert Jahre zuvor, in aller Einfachheit und Armut. Doch die muss die Laune nicht unbedingt trüben, was wir erfahren hatten als uns eine Bäuerin freundlich in ihr Heim zum Tee einlud.

Halongbucht on Vietnam

Nach der Rückfahrt haben wir uns noch von Hanoi auf in die Halong Bucht auf gemacht. Glücklicherweise hatten wir eine 3-Tagestour mit Übernachtung am Boot gebucht, denn alleine die Busfahrt zum Hafen und der kurze Trip auf dem Boot in die Bucht kosten schon ein paar Stunden. Da die meisten nach einem Tag wieder zurück fahren haben wir am 2. Tag die Touristenmassen größtenteils hinter uns gelassen und sogar etwas Ruhe genossen. Interessant war der Besuch einer Perlenzucht, davor hatten wir Gelegenheit mit dem Kajak die Bucht zu Erkunden und als Abschluss gab es einen "Minikochkurs"- alle Gäste haben Frühlingsrollen gemacht und dann gemeinsam gegessen. So schön war unsere Vietnam Rundreise, und das obwohl wir nicht zur besten Reisezeit für Vietnam unterwegs waren, doch die wenigen frischen Tage auf See und im Hochland waren auch eine willkommene Abwechslung zur asiatischen Hitze während den letzten Wochen!

Namibia Offroad-Safari

Endlose Steppen, Wüsten und die höchsten und beeindruckendsten Sanddünen der Welt. Diese aufs Wesentliche reduzierte Landschaft Naimbia´s hat ihren ganz besonderen Charme und zieht immer mehr Reiselustige aus aller Welt an. Hier spürt man, dass weniger tatsächlich mehr ist. Wer Urlaub in Afirka machen will, wird den "Schwarzen Kontinent" nirgends authentischer erleben als im Südwesten Afrika´s. Auf unserer Reise möchten wir Sie mitnehmen – eine Offroad-Safari mit den Big-5.

Safari in Namibia

Tag 1 – Anreise

Wir haben die Reise direkt bei einem Safari-Veranstalter gebucht und treffen unsere Gruppe am Frankfurter Flughafen. Bei einem lockeren Plausch findet ein erstes Kennenlernen statt. Nach dem Nachtflug wartet das südafrikanische Land mit strahlender Sonne, vollen Kontrasten und Gegensätzen auf unsere Gruppe. Wir lernen schon bald einzigartige Landschaften und ethnische Vielfalt kennen, deren Landesfläche mehr als doppelt so groß ist wie die Deutschlands; mit knapp 2,2 Millionen Einwohnern hat Namibia aber die geringste Bevölkerungsdichte auf der Welt. Träume von Freiheit und Abenteuer werden hier noch wahr!

In den Weiten Afrika´s

Ankommen in Afirka

Die Maschine landet in Jo'burg (Johannesburg), wie das Drehkreuz Südafrikas auch genannt wird. Nach kurzem Aufenthalt auf dem OR Tambo Flughafen hebt die Boeing 737-800 der South African Airways (SAA) ab und landet alsbald auf dem Hosea Kutako International Airport in Windhoek/Namibia.

Windhoek Namibia

Auf Wiedersehen, asphaltierte Straßen. Windhoek, Namibias bunte und quirlige Hauptstadt, verschwindet zunehmend. Abseits der üblichen Touristenpfade geht's zwei Stunden lang auf Pisten, aus denen Offroad-Träume gemacht sind. Gut, wenn auf Fahrzeug und Reifen Verlass ist – denn so schnell kann in der Savanne keine Hilfe eben mal vorbeikommen. Die Tour führt unsere Gruppe weiter zum ersten Etappenziel auf namibischem Boden, zur Erongo Wilderness Lodge, 240 Kilometer nordwestlich von Windhoek gelegen. Es beherbergt mehr als 10.000 Tiere sowie 310 Vogelarten – kurzum, ein Wildlife-Paradies. Distanzen in Namibia scheinen mit anderem Maß gemessen zu werden – es sind allein 24 Kilometer vom Eingangstor bis zur Lodge selbst.

Die Teilnehmer checken ein und hören alsbald das wilde Herz Afrikas schlagen und können den Bush spüren. Auf einem Safari Drive im offenen Geländefahrzeug bekommt die begeisterte Truppe viele afrikanische Tiere erstmalig in freier Wildbahn zu sehen – ein besonderes Privileg. Darauf haben alle gewartet, die Könige Afrikas zu sehen, die Löwen. Friedlich liegen sie nicht weit entfernt – ein unvergleichliches Erlebnis. Der Guide erklärt, dass Löwen die meiste Zeit gerne faulenzen – ,,they flatten most of the time". Viele wünschen sich, Löwen zu sein … Beim südafrikanischen ,,Sundowner" werden mitten im Bush Drinks und Snacks zum Sonnenuntergang gereicht. In jedem kommt so ein bisschen Livingstone-Feeling auf. Noch vor dem Dinner warten weitere besondere Momente am ,,Waterhole". Zahlreiche Tiere kommen zum Trinken und Baden. Eine Herde Elefanten, Flusspferde, Krokodile und andere Tiere machen die Terrasse des Erindi-Restaurants zum Wildlife-Stell-dich-ein und zum schönsten Ort der Welt – unbezahlbar! Am nächsten Tag beschert Afrika den Safariteilnehmern wieder jede Menge Tiere an der Wasserstelle zum Frühstück, darunter die extrem selten gewordenen Wildhunde und eine Flusspferdkuh mit einem noch sehr kleinen Jungtier. Da hält es kaum einen auf seinem Platz, jeder will einen Blick ergattern und das eine oder andere Foto schießen. Doch schon bald ist Aufbruchsstimmung – die ,,Landies" warten darauf, wieder bewegt zu werden.

Lodge in Nambia´s Weiten

Tag 3 und 4 – Auf nach Swakopmund

Weiter geht es auf der Namibia Rundreise nach einer Nacht in der traumhaften Erindi-Game Lodge circa 300 Kilometer nach Swakopmund, dem namibischen Seebad mit deutschem Flair. Kilometer über Kilometer ändert sich das Landschaftsbild zusehends. Die Kolonne verlässt die Höhe von circa 1650 Metern und taucht ein in weites staubiges Land, in dem sie nahezu alleine auf weiter Flur unterwegs ist. Bis zum Erreichen der Südatlantikküste bleibt die steinig-sandige Wüste erhalten. Am Atlantikstrand folgt schnell eine weitere, fahrerische Herausforderung für die Safari-Teilnehmer: Die Fahrzeuge müssen durch den tiefen, weichen Sand gesteuert werden.

Das kleine Städtchen Swakopmund liegt in der Region Erongo und weist koloniale Spuren auf. Sowohl Architektur und Stadtleben – hier gibt es auch einen deutschen Bäcker – als auch teils immer noch deutsche Straßennamen sind Zeitzeugen. Die einzigartige Mischung aus deutsch geprägtem Seebad, afrikanischer Bevölkerung und imposanter Dünenlandschaft machen Swakopmund zu einem beliebten Touristenziel. Im Hotel Swakopmund angekommen, ist für die meisten aus der Gruppe die Dusche erstes Ziel. Der folgende Besuch führt in ein Restaurant auf der Seebrücke. Das hier ansässige ,,Brauhaus" bietet nicht nur leckeres Essen, sondern auch eine gemütliche Atmosphäre.

Nach einem ausgiebigen Frühstück geht es ab in die Wüste. In der Sandwüste vor den Toren Swakopmunds geht es durch eine wunderschöne Dünenlandschaft. Zum Ende der besonderen Wüstentour ist der eine oder andere Teilnehmer dann froh, den Atlantik wiederzusehen.

Swakopmund am Atlantik

Tag 5 – Fahrt nach Windhoek

Bevor die Land Rover-Kolonne wieder Fahrt nach Windhoek aufnimmt, erlebt sie noch ein "tierisches" Highlight. An einem kleinen Gewässer steht eine imposante Kolonie von Flamingos. Es wird auf die Auslöser gedrückt, was das Zeug hält. Dann erhebt sich der Schwarm plötzlich in die Lüfte und fliegt ein beeindruckendes Manöver über die Köpfe der Gruppe, um wenige Meter weiter wieder zu landen. Nach diesem besonderen Erlebnis geht es weiter ,,on the road"; Vegetation und Höhenmeter nehmen langsam wieder zu. Zum Lunchbreak wird einmal mehr verweilt – mit traumhaftem Ausblick auf Teile des bereits zurückgelegten Weges. Danach wird die Strecke anspruchsvoller, denn der weitere Weg durch die Berge führt nicht nur bis auf mehr als 1.700 Meter Höhe, sondern auch durch viele Serpentinen.

Das Windhoeker-Becken ist umgeben von den Erosbergen im Osten, den Auasbergen im Süden und dem Khomashochland im Westen und Norden. Bis die Randbezirke Windhoeks erreicht werden, bleibt es staubig.

Ziel des fünften Tages ist das Hotel Hilton in der Hauptstadt und dem politischen wie wirtschaftlichen Zentrum Namibias. Windhoek ist Afrikaans und heißt so viel wie ,,windige Ecke". Als unsere Reisegruppe in der Hauptstadt, die mehr als 300.000 Einwohner zählt, eintrifft, herrscht jedoch keine ,,steife Brise".

In der Savanna Namibia´s

Tag 6 – Auf Wiedersehen Namibia

Nachdem unsere Gruppe in Johannesburg den Anschlussflug mit Southafrican Airways nach Frankfurt erreicht, steht der letzte gemeinsame Teil des außergewöhnlichen Erlebnisses an. Im Airbus A 340-600 der SAA bleiben rund elf gemeinsame Stunden, bis sich in Frankfurt alle in ihre Bundesländer verteilen werden – und ein letzter (schwerer) Abschied bevorsteht. Die Gruppe hat sich vorgenommen, sich erneut zu treffen und, wer weiß, vielleicht geht es ja gemeinsam noch einmal ins wilde Herz Afrikas.

Mit dem Hausboot durch Frankreich

Es gibt wohl nicht viele Länder die sich für einen Urlaub auf dem GHausboot mehr eignen als Frankreich. Es gibt Flüsse und Kanäle in Hülle und Fülle und da der Güterverkehr eher bescheidene Ausmaße hat, gibt es genug Platz für Freizeitkapitäne und ihre Mannschaften. Ganz zu schweigen von den wunderschönen Landschaften die es zu durchqueren gilt. Und denken Sie erst an den Proviant – Croissants, Käse, Baguette, Rotwein – an fast jeder Ecke lässt es sich schmausen.

Jeder ab 18 Jahren kann Kapitän werden. Für Hausboote von unter 15 Metern Länge ist kein Führerschein erforderlich. Wirklich wichtig ist zu wissen, dass man nur mit maximal 10  Stundenkilometern über die Flüsse tuckern darf, auf den Kanälen ist sogar schon bei 6 Stundenkilometern Schluss. Und nach Einbruch der Dunkelheit darf gar nicht gefahren werden

Der Südwesten Frankreichs mit der Garonne

Nun, ist auch nicht so schlimm, denn wer im Dunkeln die Wasserstrassen entlang fährt, verpasst die schöne Landschaft. Die urigen Dörfchen, die idyllischen Baumalleen, die duftenden Lavendelfelder. Die wohl bekannteste Hausboot-Strecke Frankreichs ist der Canal du Midi, der über 240 Kilometer hinweg Toulouse mit dem Mittelmeer verbindet. Er ist die älteste künstliche Wasserstraße Europas. Vor allem der 52 Kilometer lange Abschnitt Le Grand Bief, der ganz ohne Schleusen auskommt, ermöglicht durch die Schleusentreppe von Fonsérannes und den Tunnel von Malpas, den ältesten Kanaltunnel der Welt, ist ein echtes Schauspiel. Doch schauen wir mal was Frankreich noch für wunderschöne Strecken für Hausboote zu bieten hat.

Der 1681 fertiggestellte Canal du Midi

Mit dem Hausboot durch die Ardennen

Mit dem Hausboot durch die Bretagne

Vorbei an den Schlössern der Loire

Garonne-Nebenfluss Lot

Alles was Ihnen jetzt noch fehlt ist ein Boot. Doch es gibt zahlreiche französische und auch deutsche Agenturen, die Hausboote vermitteln. In der Regel gibt es am Abfahrtstag eine gründliche Einweisung und viele Bootsvermieter begleiten die Urlauber noch durch die erste Schleuse. Dann heißt es: Ahoi! Oder besser auf Französisch: Ohé!

Urlaub in Ost-Timor

Nur sehr wenigen Touristen ist Timor-Leste, auch als Osttimor benannt, ein begriff. Das kleine Land zwischen Indonesien und Australien, etwa so groß wie Thüringen, bietet jedoch zahlreiche Reize und bietet im Urlaub Entspannung, Exotik und Abenteuer. Wer den weiten Weg auf sich genommen hatt, der wird sein türkisblaues Wunder erleben! Das diese Reise ein Abenteuer wird, quasi am Ende der Welt, davon kann man ausgehen – und doch ist es auch ein von Touristen unentdecktes Paradies.

Traumhafte Strände in Osttimor

Natürlich hatten wir uns vor Reisebeginn über das Land informiert. So gibt in Timor-Leste so gut wie keine touristische Infrastruktur gibt. Meine Reise habe ich bei Booking.com gebucht, denn bei vielen anderen reiseanbietern habe ich keine weiteren Hotels gefunden. Den ersten Tag haben wir in Dili, der Hauptstadt Osttimors, verbracht. Es gibt hier nicht nur das einzige Hostel des ganzen Landes, es ist auch der einzige Ort an dem wir mit anderen Touristen in Kontakt kommen. Als Tipp: East Timor Backpackers ist ein sehr guter Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise durch dieses unbekannte Insel-Paradies Osttimor. Die Chefin Rita ist eine herzliche Gastgeberin und hilft bei allen Fragen und Problemen.

Dili, die Hauptstadt Osttimors

Die Stadt selbst bietet nicht allzu viel zu sehen, jedoch sind die Märkte sind auf jeden Fall einen Besuch wert. Zu empfehlen ist der Tais-Markt, auf dem handgearbeitete Tücher in den schillernsten Farben und Größen angeboten werden. Am nächsten Tag geht es mit einem Geländewagen, den man in Osttimor unbedingtbraucht, in die Berge rund um die Stadt Maubisse. Die Straßen sind – gewöhnungsbedürftig – aber mit atemberaubenden Ausblicken. Man sollte sich hier oben, in einer Höhe von über 1500m, etwas warmes zum Anziehen mitnehmen, denn es ist deutlich kühler als in der heißen Hauptstadt. Die traditionelle Häuser der Timoresen sieht hier ebenso anzutreffen, wie die aus der portugiesischen Kolonialzeit stammenden Pousadas.

In den nächsten Tagen fahren wir entlang der nördlichen Küste bis zum östlichsten Punkt, Jaco Island. Wir haben schon einige Länder in allen Erdteilen gesehen, aber selten so abwechslungsreiche, atemberaubende Landschaften wie hier. Praktisch hinter jeder Kurve gibt es etwas zu entdecken, nur eines nicht – andere Touristen. Sicher ist das etwas gewöhnungsbedürftig, wobei es auch seine schönen Seiten hat. Man lernt das Land noch in seinen Ursprüngen kennen, ohne das die westliche Zivilisation schon überall Einzug gehalten hat.

Abseits der Zivilisation Urlaub machen

Der Tourismus im Land ist noch nicht wirklich entwickelt und so braucht es schon etwas Abenteuerlust und Entdeckergeist um Osttimor zu bereisen. Es gibt nur wenige Hotel im Land und fließendes Wasser und Elektrizität sind keine Selbstverständlichkeit. Für viele Reisende ist das sicher abschreckend, doch wird man durch die Freundlichkeit der Einwohner und die Schönheit des Landes mehr als entschädigt. Kilometerlange, weiße Strände, grüne Täler und nebelverhangene Berge sind faszinierend. Diese Reiseerfahrungen sind unbezahlbar.

Auf Jaco Island schauen wir uns noch die Unterwasserwelt Osttimors an. Noch völlig überührt kann man hier die Korallenriffe bestaunen und die vielen Farben bestaunen. Schneller als wir uns dann gewünscht haben, sind wir auch schon zurück in der Hauptstadt. Wir lassen am nächsten Tag ein traumhaftes Land hinter uns, dass sicher nicht für jeden Touristen geeignet ist, dass aber viele Backpacker anziehen wird und durch seine einzigartige Natürlichkeit besticht – Timor Leste.

Die Unterwasserwelt von Osttimor

Gebirgspass Col de la Schlucht

Der Gebirgspass Col de la Schlucht ist Start- und Endpunkt unseres Berichtes über den Sentier des Roches, dem eindrucksvollsten und gefährlichsten Gebirgspfad in den Vogesen.

Nicht weit vom See Col de la Schlucht entfernt, starten wir unsere Tour an den Parkplätzen am Col de la Schlucht. Zu Beginn geht es leicht ansteigend durch lichte Wälder und Bergwiesen in Richtung des Hohneck, mit 1362 metern Höhe der dritthöchste Berg der Vogesen. Schon bald geht es jedoch raus aus dem Wald und wir können einen ersten Blick auf den Hohneck werfen. Die Couloirs am Hohneck erinnert schon ein bißchen an die Alpen und macht uns bewusst, dass diese Klettertour wohl anstrengender wird als zunächst gedacht.

Der Anstieg zum Hohneck

Auf dem Weg zum Hohneck, machen einen kleinen Umweg zur La Martinswand, deren Felsen eine Höhe von etwa 20m – 60m haben. An der Martinswand gibt es einige der schwersten Freiklettertouren in Frankreich. Dieses Klettermassiv besteht aus festen, rauen Granitwänden und den Felsmassiven Martinswand, Straßburger Wand, Kleines Metterhorn und Gipfelaufschwung.

Als Kletter sind wir natürlich in unserem Element und fachsimpeln ein bißchen. Wobei die Martinswand nicht nur was für Extrem-Kletterer ist, denn es gibt auch einige leichtere Routen. Positiv sehen wir, dass auf die Sicherheit großen Wert gelegt wurde. An besonders kniffligen Stellen befinden sich solide Haken und den Rest der Strecke kann man ganz gut mit Klemmkeilen absichern.

Le Martinswand am Col de la Schlucht

Wir schauen eine Weile den Kletterern bei ihrem Aufstieg zu und machen uns dann weiter Richtung Hohneck, dessen Gipfel wir nach einigen Anstrengungen auch erreichen. Hier oben auf dem Gipfel sind – viele Menschen! Ganze Busladungen von Touristen tummeln sich herum. Dazu kommen noch eine ganze Menge Wanderer wir wir und Mountainbiker. Wir beschließen deshalb unseren Weg fortzusetzen.

Weiter geht es, mit einem schönen Blick auf den Lac de Schiessrothried, hinab zum Col du Schaeferthal und von dort weiter in Richtung der Ferme-Auberge Frankenthal. Nach einem kleinen Abstecher zur Dagobert Grotte machen wir eine kurze Rast gönnen und geniessen den wunderschönen Ausblick auf die Martinswand.

Die Dagobert-Grotte

Wenige hundert Metern später zweigt ein Pfand vom breiten Forstweg nach links in den Wald ab. Jetzt beginnt der Aufstieg zum Sentier des Roches, dem Felsenpfad. Nicht ganz zu Unrecht gilt er als der eindrucksvollste und gefährlichste Gebirgspfad der Vogesen. Auf den mehr als 3 km Strecke bieten sich spektakuläre Ausblicke auf das Munstertal, das Hohneck und bei klarer Witterung bis weit in die Schweizer Alpenwelt.

Wenn man den Sentier des Roches besteigt, sollte man trittsicher und schwindelfrei sein. Nicht zu vergessen, dass man bis zum eigentlichen Einstieg auf den Felsenpfad schon ein paar Höhenmeter hinter sich hat, mit dementsprechend nachlassener Kraft und Konzentration. Leichter ist es aber, die Runde einfach in entgegengesetzter Richtung zu gehen. So fängt man am Col de la Schlucht mit frischen Kräften auf den Sentier des Roches ein.

Egal wie man sich entscheidet, die Wegführung des Sentier des Roches ist ein einziges Schauspiel und am Ende kann man sich an der Brasserie de la Schlucht mit einem kühlen Getränk die verdiente Belohnung holen und einfach den herrlichen Blick geniessen.

Der Sentier des Roches

Reisebericht San Francisco

San Francisco ist sicher eine der bekanntesten Städte der Welt! Golden Gate Bridge, Cabel Cars, Alcatraz – aber als ich da war, war es vor allem kalt und windig. Das Wetter war also eher unangenehm, doch über die Stadt kann man sagen, dass sie wirklich sehr reizvoll ist. Sehr gutes Essen, ein weltoffenes Klima und so ganz anders als die anderen amerikanischen Städte. Auf unserer Route durch die Staaten wollten wir hier unbedingt Station machen und ja, es hat sich gelohnt. Ein kurzer Reisebericht über Frisco, die Stadt des Summer of Love.

In den Strassen von San Francisco

Gerade der Umstand, dass San Francisco so eine ganz andere Stadt ist als unsere bisherigen Stationen im Südwesten wie Dallas oder Los Angeles, macht die Stadt besonders. Nicht nur die Physiologie ist komplett verschieden als die meisten US-amerikanischen Städte, sondern diese Stadt hat Charisma, evtl. vergleichbar noch mit Boston. Hier findet man so viele unterschiedliche Gruppen an Menschen, an unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Lebensstilen und die Spanne zwischen alternativer Hippie-Szene reicht bis zu den modernen IT-Nerd-Geeks.

San Francisco bei Nacht

In Frisco, wie es die Amerikaner nennen, kann man sich an fast jeder Ecke von seinen klischeehaften Bildern bedienen lassen. Man fährt in den überfüllten, bimmelnden Cable Cars durch die Stadt, hat den Song von Scott Mckenzie im Ohr und folgt dem Auf und Ab der steilen Strassen. Es geht vorbei an bunten viktorianischen Häusern, die mit ihren Details und Fraben das Auge erfreuen – und im nächsten Moment sieht man den Obdachlosen, de rmit all seinem Hab und Gut durch die Strasse zieht. An der nächsten Ecke steht ein Hippie, in dicke Rauchwolken gehüllt, während gleich daneben ein Asia-Imbiss köstliche Speisen zubereitet. Und dann sind da noch die getönten, voll technologisierten Busse des Silicon Valley, die die Mitarbeiter jeden Tag in den Süden fahren.

Das asiatische Viertel in San Francisco

Die Stadt macht richtig neugierig, denn man möchte sehen was sich hinter der nächsten Ecke verbirgt. An Sehenswürdigkeiten gibt es einige zu bestaunen und man kann sie per Fuß oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bequem erreichen. Mit dem Auto, auch so ein Gegensatz zu anderen amerikanischen Städten, lässt sich San Francisco auf Grund der engen, steilen Strassen nicht gut erkunden. Wir hatten uns für zwei Tage einen riesigen SUV gemietet und es war eher anstrengend, wobei es Spaß gemacht hat die bekannte Lombard Street zu fahren, die so steil ist, dann man Serpentinen reingebaut hat.

Unbedingt ansehen sollte man sich Fisherman’s Wharf mit seinen zahlreichen Piers, Geschäften und Restaurants – ein wahrer Touristenmagnet. Highlights sind der Fisch-Imbiss mit der Spezialität Clam Chowder und der Pier 39 mit dem heulenden Seehund-Zoo. Es darf auch nicht der Ausflug zum legendären Alcatraz fehlen, bekannt aus zahreichen Filmen, dafür unbedingt einen halben Tag einplanen.

Was wir nur nebenbei „mitnehmen“ wollten und sich dann als sehr interessant und spannend erwiesen hat ist das Exploratorium. Das Museum bietet unendlich viele Experimente aus allen möglichen Bereichen die man selber ausprobieren kann und so die Phänomene unserer Welt besser verstehen kann.

Pier 39 mit seinen Seehunden

Nicht zuletzt durch den Hollywood-Film „Milk“ wollten wir unbedingt das Viertel The Castro sehen, wo Harvey Milk Geschichte geschrieben hat und The Haight, dass noch heute für den Summer of Love steht. Jetzt findet man in den bunten Vierteln Hippie-Homo-Tourismus, der sich zwischen moderner Bohème und Überbleibseln der einstigen revolutionären Ursprungskultur einbettet. Ganz angepasst isst man zwischen Headshops, Boutiquen und Zielgruppen orientierten Bars und schwebt dabei in der Nostalgie der 60er und 70er Jahre und wäre am liebsten selber dabei gewesen.

The Castro in San Francisco

Als Fazit und Erfahrung unserer Reise nach San Francisco können wir sagen, dass sich hier, im gegensatz zu den anderen Metropolen der Westküste, eine „echte“ Stadt mit „echten“ Menschen befindet. Hollywood mit seinem Glamour ist nicht weit weg, Los Angeles, diese aufgeräumte, weite Stadt – hier in Frisco gibt es die Wirklichkeit zu sehen, zum Teil schmuddlige, heruntergekommene Ecken, eine laute Stadt die lebt und irgendwie „ehrlicher“ rüberkommt. Zum Teil wirkt das auch ernüchternd, aber im Ganzen doch viel facettenreicher und interessanter als so manche Weltstadt.

Zum Schluß noch eins. DAS Wahrzeichen der Stadt ist sicher die Golden Gate Bridge. Wir waren 4 Tage in der Stadt und haben sie nicht einmal gesehen. Gibt es sie wirklich? Tja, die Brücke war durchgehend von Nebelschwaden umlagert. Wir sind mal drüber gefahren, aber ansonsten konnten wir von diesem Touristen-Highlight nicht viel sehen – dafür aber eine interessante Stadt.

Ins Zentrum der Politik – Washington

Washington – jeder kennt die Stadt, seine Sehenswürdigkeiten, seinen berühmtesten Einwohner, doch die wenigsten waren schon einmal dort. Wenn es um Reisen und Urlaub in den USA geht, denkt man sofort an New York, an Las Vegas, den Grand Canyon oder die Strände Miami´s. Doch Washington für eine Städtereise erkunden? In diesem Sommer haben wir es gewagt und der Besuch in der Hauptstadt der USA wird zu einer wahren Hitzeschlacht. Trotzdem sind wir im Anschluss angenehm überrascht über unser Reiseziel und die Menschen die wir dort kennengelernt haben.

Flug und Einreise waren unkompliziert, auch wenn man sich an die Strenge der Sicherheitsbehörden erstmal gewöhnen muss. Was uns auffällt ist die Freundlichkeit der Washingtonians, die sich ganz anders als die New Yorker auch mal Zeit für einen Smalltalk nehmen. Mit dem Taxi-Fahrer kommen wir auf der Fahrt in unser Hotel ins Gespräch und erfahren, dass er schon mal in Hamburg war und Hamburger liebt – „I love Hamburg. Thank you for visiting Washington“ und schon wartet der nächste Fahrgast auf ihn. Unser Hotel in Washington liegt zemtrumsnah, denn so können wir alle Sehenswürdigkeiten schnell erreichen und sind mittendrin im Ort der Macht.

Das Naturkundemuseum von Washington

Was wir vorab als Reiseempfehlung aussprechen können: von Reisen nach Washington im Hochsommer ist grundsätzlich abzuraten – es ist einfach nur heiß. Als wir am nächsten Vormittag von der Smithsonian-Haltestelle Richtung National Mall laufen, sind wir durchgeschwitzt und nur Dank unserer Hüte, die wir in einem Eckladen erstanden haben, laufen wir nicht mit hochrotem Kopf durch die Stadt. Ein Passant ruft uns im Vorbeigehen noch „It´s really warm“ zu – wir hätten es fast nicht bemerkt. Wir flüchten schon fast ins National Mudeum of Natural History, da wir in diesem Moment den wert einer Klimaanlage so richtig zu schätzen wissen. Wer die Filme aus „Nachts im Museum“ kennt – hier sind wir.

Die Vielzahl an lebensgroß ausgestellten Tieren ist wirklich beeindruckend und auch mit unseren sicher nicht perfekten Englisch-Kenntnissen erfahren wir viel Neues. Das ganze Museum zu erkunden würde sicher mehr als einen Vormittag in Anspruch nehmen und so beschränken wir uns nur auf das, was uns wirklich interessiert. Den Besuch können wir aber nur empfehlen und gehört mit Sicherheit auf das Programm einer Washington-Reise. Unser Tipp: Nehmen Sie sich Zeit!

Das Jefferson-Memorial in Washington

Jeder ernst gemeinte Washington Tripp sollte unbedingt zur National Mall führen und besonders am frühen Abend ist das ein beeindruckendes Schauspiel. Von allen Himmelsrichtungen kann man ein monumentales Bauwerk bestaunen. Im Norden kann man das White House erblicken, im Süden das Thomas Jeffersion Memorial, im Westen, hinter dem Reflecting Pool, der aus Forrest Gump bekannt ist, befindet sich das Lincoln Memorial und im Süden schließlich das Herz der amerikanischen Politik, das Kapitol. Obwohl wir vorhe rnoch nie hier waren, kommt es einem doch sehr bekannt vor, den politischen Nachrichten sei Dank. Bei einer Führung durch das Kapitol erfahren wir, dass die 6 Tonnen schwere Figur auf der Kuppel Freedom heißt, also Freiheit, und paradoxerweise hauptsächlich von Sklaven erbaut wurde.

Das Kapitol - Herz der amerikanischen Politik

Einen besonderen Reiz der National Mall macht die Historie aus. Hier hielt Martin Luther King seine berühmte „I have a dream“ Rede, und hier fanden sich 2009 über 2 Millionen Menschen zur Amtseinführung von Barack Obama ein.

Die National Mall

Am nächsten Tag geht es zum White House, zum Regierungssitz des amerikanischen Präsidenten. Wegen Renovierungsarbeiten ist eine Führung nicht möglich und so müssen wir uns mit dem Anblick von außen begnügen. Mittag essen wir in einem der zahlreichen Restaurants. Viele in Kostüm oder Anzug gekleidete Menschen umschwirren uns, sicher Regierungsangestellte oder aus den zahlreichen Anwalts-Kanzleien der Stadt. Wer John Grisham gelesen hat, wird Bescheid wissen.

Was uns auffällt sind die vielen mittelamerikanischen Einwohner, die besonders den Niedriglohn-Jobs nachgehen. Überalls kann man sie in der Stadt sehen und wer genauer hinschaut, sieht auch eine gewisse Distanz zu den einheimischen „Weißen“. Ich hatte vorher „América“ von T.C. Boyle gelesen, in dem es um das Schicksal illegaler mexikanischer Einwohner geht und um die Angst der etablierten weißen Oberschicht. Obwohl sich gerade an der Ostküste viele als liberal bezeichnen, fordern sie doch mehr Härte im Kampf gegen illegale Einwanderer. Ein Problem das sich wohl weltweit bemerkbar macht.

Washingston am Abend

Den Nachmittag verbringen wir wieder auf der National Mall. Lincoln und Jefferson Memorial stehen auf dem Programm. Da die Entfernungen doch groß sind, nehmen wir zwischendurch immer wieder das Taxi – auch um der Hitze zu entgehen. In den frühen Abendstunden geht es dann zurück zum Hotel. Wir wollen zeitiger ins Bett, denn am nächsten Morgen geht es früh zum Flughafen und zu unserem nächsten Ziel – Los Angeles, die Stadt der Engel an der Westküste der USA.

Kuba erleben

Schon seit einigen Jahren ist Kuba eines unserer Reiseziele, um das Land noch zu seiner sozialistischen Zeit zu erleben. Seit Kuba immer mehr den westlichen Touristen geöffnet wird, geginnt es sich zu verändern und seinen ganz eigenen Charme zu verlieren. Besonders die USA lockern die Sanktionen gegen den kleinen Inselstaat und in wenigen Jahren wird Kuba zu einer der Top-Urlaubsziele der Amerikaner, da es quasi direkt vor der Haustür liegt.

Auf unserer Reise wollen wir das „alte“ Kuba mit seiner wunderschönen Hautpstadt Havanna sehen, und das neue Kuba mit dem quirligen Badeort Varadero. Die beiden Städte liegen etwa 3 Stunden Autfahrt voneinander entfernt. Varadero ist uns in einem TV-Bericht aufgefallen und wir sind neugierig, diese neue Seite von Kuba kennenzulernen.

Havanna aus der Luft

Nach einem 9-stündigen Flug landen wir sicher im altehrwürdigen Havanna. Beim Anflug sind wir überrascht, wie groß die Stadt ist. Mittlerweile zählt Havanna mit den Vororten über 2 Millionen Einwohner und immer mehr Menschen vom Land zieht es auf der Suche nach dem Glück in die Metropole. Die Fahrt vom Flughafen Jose Marti in den Innenstadt geht zügig und unkompliziert. Die meisten Hotels befinden sind im gediegenen Diplomatenviertel und am Rande der Altstadt. In Havanna gibt es inzwischen gute Hotels in allen Preiskategorien die auch modernen Ansprüchen genügen. Empfehlenswert ist das im Kolonialstil errichtete, am geschichtsträchtigen „Parque Central“ gelegene Hotel gleichen namens entschieden. Vom ersten Augenblick an fühlen wir uns hier wohl. Die Bediensteten lesen einem förmlich alle Wünsche von den Augen ab und wir geniessen ein hervorragendes Abendessen – gegrillte Scampis mit Reis und tropischen Fruchtsalat.

Oldtimer in den Strassen von Havanna

Am nächsten Vormittag erkunden wir Havanna, dass seinen ganz besonderen, eigenen Flair hat. Man fühlt sich quasi in die 50er Jahre zurückversetzt. Überall in den Strassen wimmelt es von alten, bunten Oldtimern. Die Lieblingsbeschäftigung der Autobesitzer ist das Cruisen – das gemütliche Hin- und Herfahren auf den Hauptstrassen der Stadt. Automatisch zieht es die Blicke der Mädchen und jungen Frauen auf sich – und dementsprechend liebevoll werden die Autos gepflegt.

Auf der Malecon, dem Boulevard direkt am Meer, kommen wir mit einem der stolzen Autobesitzer ins Gespräch. Lachend meinte er zu uns, dass er öfter unter dem Auto liegt als auf seiner Frau. Sein Freund gleich daneben verweist darauf, dass es keine Ersatzteile aus den USA gäbe und man sich eben selbst zu helfen wissen muss…!

Das alte Kuba erleben

Eine Stadtrundfahrt darf in Havanna nicht fehlen. Auf ihr bekommen wir die Highlights der Hafenstadt serviert: als erstes den Gouverneurspalast und die Hafenfestung, die Castillo de la Real Fuerza, dann den Platz der Revolution und zum Schluss geht es in die Altstadt. Diese ist bereits seit 1982 UNSESCO-Weltkulturerbe-Liste und gehört zu den ältesten spanischen Kolonialsiedlungen. Und es lohnt sich! Mit über 900 Bauwerken historischer Relevanz im barocken oder neoklassischen Stil schaut man ein Stück weit in die Geschichte zurück. An der berühmten kilometerlangen Uferpromenade „Malecon“ tummeln sich Tag und Nacht Machos, Drogenhändler, Touristenfänger und leichte Mädchen. An den angrenzenden Bars dringt Salsa-Musik und vereinigt sich mit der Brandung des Meeres die an die hohe Kaimauer tost. So hört sich Havanna an, tagsüber etwas fürs Auge, nachts ein Rausch der Sinne.

Als Tipp können wir die „La Cabana“ empfehlen, die größte Befestigungsanlage der Spanier in Amerika. An ihr schließt sich das berühmte Fort „Castillo de los Tres Reyes del Morro“ aus dem 18. Jahrhundert an, auf dem sich seit 1844 der berühmte Leutturm Havannas befindet.

Die Malecon am Abend

Am zweiten Tag unseres Havanna-Aufenthaltes stehen das Capitolio, das Revolutionsmuseum, das Gran Teatro de la Habana und die bedeutende Ballett-Akademie auf dem Programm. Wie fühlen uns in die Zeit eines Ernest Hemmingways, eines Che Guevaras und Jose Martis zurück versetzt. Das ist das alte Kuba, von dem so viel erzählt und berichtet wird – und das wohl bald der Vergangenheit angehören wird. Als Schlußpunkt haben wir uns die Kathedrale von Havanna, die Catedral de San Cristobal de la Habana, aufgehoben. Sie liegt ebenfalls in der Altstadt und ist von unserem Hotel bequem per Fuss zu erreichen. In dem Barockbau aus dem 18. Jahrhundert ruhten bis zum Jahr 1898 die Gebeine Christopher Kolumbus.

Die Kathedrale von Havanna

Nach den drei Tagen in Havanna geht es nach Varadero. Der Urlaubsort ist mit dem Flugzeug zu erreichen, wir entscheiden uns aber für das Taxi. Unser Hotel ist ohne Übertreibung als Luxus-Resort zu bezeichnen. Inmitten eines tropischen Gartens gelegen, der von einer Hunderschaft Gärtner gepflegt und gehegt wird, ist sofort Urlaubsstimmung da. Der Strand ist wunderschön und sauber und wir stürzen uns erstmal in die Fluten.

Essen und Service suchen seinesgleichen. Die Kellner sind sofort zur Stelle, wenn man auch nur kurz die Augenbrauen hebt. Auch wenn sicher auf Trinkgeld gehofft wird, haben wir nie das Gefühl, dass die Freundlichkeit aufgesetzt wirkt.
Die Tage in Varalero vergehen wie im Fluge. Tage am Strand wechseln sich mit Ausflügen in die nahe Umgebung ab, Wellness in Form von Massagen und Bädern und vor allem das leckere Essen bieten Entspannung pur. Für Unternehmungslustige ist in dem quirligen Ort immer etwas los und selbst bis in die späte Nacht haben diverse Clubs für Tanzwütige offen.

Vor allem der traumhafte Strand hat es uns aber abgetan. Hier lässt es sich herrlich entspannen, hier hat man Urlaub. Kuba ist auf alle Fälle eine Reise wert. Freundliche Menschen, leckeres Essen, traumhafte Strände und das „alte“ Havanna bieten ein abwechslungsreiches Programm. Das Land ist ideal für einen Urlaub geeignet und bietet vielfältige Reiseerfahrungen – lassen Sie sich von dem Charme verführen.

Traumhafter Strand in Varalero

Schauspiel Perito Moreno

Argentinien ist bekannt für Fussball, Steaks und den Tango, doch seit einigen Jahren erfreut sich das zweitgrößte Land Südamerikas immer größerer Beliebtheit bei Touristen. Vor allem Patagonien, dieses weite und rauhe Land, zieht viele in seinen Bann. Fjorde, Berge, Gletscher und endlose Weite verbindet man mit dieser oft surrealen Landschaft – und gerade das macht wohl den Gegensatz zu vielen bekannten Reisezielen weltweit aus. Im Südwesten Argentiniens, in der Provinz Santa Cruz, ist eines der großartigsten Naturschauspiele des süamerikanischen Kontinents, der Perito-Moreno-Gletscher.

Auf dem Weg zum Perito Moreno

Bekannt ist der Gletscher dadurch, dass seine Glezscherzunge bis in den Lago Argentino hineinreicht und den südlichen Arm des Sees absperrt und aufstaut. Der Gletscher gehört zu den größten Touristenattraktionen des Landes und dementsprechend touristisch erschlossen. Die nächstgrößere Ortschaft ist das etwa 80 km entfernte El Calafate, beliebter Ausgangspunkt für Fahrten und Touren zum Gletscher, mit guten Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels und Pensionen. Der Perito Moreno ist Teil des Nationalparks Glaciares, der als UNESCO-Weltnaturerbe eingestuft ist.

Ausflugsboot vor der Gletscherkante

Von El Calafate fahren im Sommer zweimal täglich Busse in Richtung des Nationalparks Los Glaciares. Touristen werden von ihren Hotels vom Busfahrer und Guide abgeholt und es geht in komfortablen Bussen zügig über die Strassen. Man kann auch mit einem Mietwagen bis zum Gletscher fahren, aber m it dem Bs ist es um einiges komfortabler. Die Fahrt dauert etwa zwei Stunden und aus den Fenstern kann man dieses rauhe Land bewundern, über das der böige patagonische Wind streicht. Unterwegs bekommen die Reisenden Mate-Tee, das Nationalgetränk der Argentinier. Die Fahrt führt am größten See Argentiniens entlang, des Lago Argentino, der etwa dreimal so groß ist wie der Bodensee. Gespeist wird der See durch die umgebenden Gletscher und fliesst dann über den Fluss Santa Cruz in den Atlantik.

Der Gletscher versperrt den See

Schon aus der Ferne ist die gewaltige Gletscherzunge zu sehen. Dunkle Wolken verhängen den Himmel und geben dem Ganzen eine dramatische Atmosphäre. Der Guide erklärt uns, dass der Perito Moreno eins der dynamischsten und am leichtesten zugänglichen Eisfelder der Erde ist, und sich auch deshlab so großer Beliebtheit erfreut. Bei der Gelegenheit erfahren wie auch wie so ein Gletscher entsteht. Vom Pazifik her schneien sich niederschlagsreiche Stürm an den Anden ab. Der Schnee sammelt sich und wird durch sein gewaltiges Gewicht zu Eis zusammengepresst. Nach und nach schiebt er sich dann hinab ins Tal und bildet diese beeindruckenden Gletscher.

Ankunft am Nationalpark Los Glaciares. Schon aus der Ferne ist die gewaltige Gletscherzunge zu erkennen. Der von dunklen Wolken verhangene Himmel setzt die Landschaft geradezu dramatisch in Szene. Der Glaciar Perito Moreno ist eines der dynamischsten und am leichtesten zugänglichen Eisfelder der Erde. Aber wie entsteht so ein gewaltiges Gletscher? Niederschlagsreiche Pazifikstürme schneien in den Anden ab. Der Schnee sammelt sich, wird durch sein gewaltiges Gewicht zu Eis gepresst und schiebt sich durch die Täler langsam abwärts.

Winziges Boot vor der Gletscherwand

Beeindruckend ist das azurblaue Wasser des Sees, auf dem sich einige Ausflugsboote befinden. Der vorgeschriebene Sicherheitsabstand zum Gletscher sind 100 Meter. Zu oft stürzen große Eisbrocken von der Gletscherwand ins Wasser und lösen dadurch hohe Wellen aus. Aber auch sind die bizarren Eisformen ein großartiges Schauspiel. Die von weiß bis tiefblau reichenden Fraben des Gletschers zeigen die ganze Vielfalt der Natur, ihre ganze majestätische Erhabenheit, aber auch die gewaltige Macht die hinter diesen Massen steckt. Fast ehrfüchtig steht man davor, staunt, ist beeindruckt.

Vom Guide erfahren wir, dass der Perito Gletscher einer der wenigen Gletscher ist, die kontinuierlich wachsen. Etwa zwei Meter am Tag schieben sich die Eismassen vorwärts. Mit einer Höhe von 60 Metern, versperrt er seit 2004 regelmässig den See. Das Wasser staut sich dann auf, so dass der Wasserspiegel des südlichen Arms des Kago Argentino ansteigt. Wenn der Druck des Wasser zu groß wird, bricht der Eisdamm explosionsartig zusammen. Regelmässig lockt dieses Naturereignis zahlreiche Tousristen und Filmteams an.

Beeindruckender Perito Moreno

Ebenso wie die Optik beeindruckt, lassen einen die akustischen Erlebnisse staunen. Irgendwo bricht immer etwas von der riesigen Eiswand ab. Gewaltige Eisbrocken stürzen dann kanonenschlagartig ins Wasser. Gerade die Stille der Umgebung lässt dieses Donnern noch gewaltiger erscheinen.

Jahrhundertealt ist das Eis und die zersprlitterte, bizarre Oberfläche flösst einem Ehrfurcht ein. Der bewölkte Himmel lässt die blaue Farbe des Eises noch intensiver wirken. Wir erfahren, dass im Eis viele Luftbläschen eingeschlossen sind, die durch die Lichtbrechung weiß scheinen. Je dichter das Eis aber ist, desto weniger Luft befindet sich darin. Dann wird hauptsächlich nur die Farbe Blau reflektiert und für den Besucher erscheit das Eis blau.

Herabstürzende Eisbrocken

Die Sagrada Familia

Eines der beeindruckendsten Bauwerke weltweit ist mit Sicherheit die Sagrada Familia in Barcelona. Auf einer Städtereise in die katalanische Metropole darf dieses einmalige Architektur-Zeugniss nicht fehlen. Barcelona gilt als eines der Top-Reiseziele in Europa. Flair, Architektur, Klima und die offene Seele der Katalanen ziehen Reisende und Urlauber aus allen Ländern der Welt an.

Übersetzt heißt Sagrada Familia Sühnekirche der heiligen Familie. Der von Antoni Gaudi in der Endfassung entworfene Bau wurde 1882 angefangen zu bauen – und wird es bis heute. Ja, die Kirche ist noch nicht fertig gebaut und soll neuesten Schätzungen zu Folge 2026 fertig sein. Dabei hat diese römisch-katholische Basilika sicherlich einen Teil ihrer Berühmtheit ihrer Unvollendenheit zu verdanken. Trotzdem sie noch nicht fertig gebaut ist, stehen Teile der Kirche seit 2005 auf der UNESCO Weltkulturerbe-Liste und wurde sie im November 2010 von Papst Benedikt XVI. geweiht und zur päpstlichen Basilka minor erhoben.

Die Sagrada Familia in Barcelona

Was macht diese Kirche so einzigartig? Von etwas weiter weg betrachtet hat man den Eindruck, es würde sich um eine Sandburg handeln. Die vielen komplexen Dekorationen, Verzierungen und spindelartigen Türme erinnern eher an eine Kleckerburg als an eine Kirche. Steht man davor, kommt man aus dem erstaunten Sehen gar nicht mehr heraus. Überall gibt es was zu entdecken – Türmchen, Figuren, Portale und Verzierungen.

Wie alle Bauten die über einen so langen Zeitraum gebaut wurden, besitzt auch die Sagrada Familia verschiedene Stilelemente der Architektur. Ursprünglich von Neugotik geprägt kamen später durch Gaudi auch Modernisme-Elemente hinzu und inzwischen auch Elemente der Moderne.

Eingangsportal der Sagrada Familia

Die Sagrada Familia liegt inmitten eines Wohngebiets nördlich der Altstadt. Planen Sie ruhig bei einem Besuch einen Nachmittag ein, denn die Besichtigung von Innenraum und einem Teil der Türme kostet seine Zeit – aber es lohnt sich. Besonders viel zeit sollte man sich jedoch den Details der Fassaden nehmen, in der viele Botschaften und biblische Geschichten versteckt sind.

Wie kommen Sie hin? Mit der Metro erreichen Sie die Kirche über die Linien L2 und L5 und steigen an der Station Sagrada Familia aus, oder Sie nehmen den Bus Turistic, der ebenfalls hier hält. Schon von weitem sind die Türme zu sehen, wobei der Hauptturm über der Vierung noch nicht fertig gestellt ist. Später soll er mit einer Höhe von 170 Metern den bislang höchsten Kirchturm der Welt, den Ulmer Münster, ablösen. trotzdem soll sich das menschliche Bauwerk der Umgebung anpassen. Die Türme sollen nicht höher als die Berge der Umgebung sein und somit Gottes Werk übertreffen.

Kirchenschiff der Sagrada Familia

Die Sagrada Familia gehört zu den am meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Spanien, es kann also zu Stoßzeiten schonmal zu Schlangen kommen, besonders vor den Kassenhäuschen und den Fahrstühlen die zu den Türmen hinauf fahren. Am längsten sind die Schlangen spätvormittags. Sollte Ihre Zeit nicht so viel hergeben, nutzen Sie die Möglichkeit die Kathedrale aus der Ferne bzw. von den beiden Pölätzen links und rechts der Sagrada Familia zu berachten.

Kleiner Tipp: der hintere Lift, der in die Türme der Fassade der Geburt Christi hinauf führt, ist die Schlange um einiges kürzer. Beim Abstieg lohnt es sich die Treppen zu bentzen, denn nur so können Sie die absolut beeindruckenden Wendeltreppen sehen.

Nicht ganz 14 Euro kostet der Eintritt, Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt. Die Preise sind also moderat und dafür kann man sogar die Werkstatt Gaudi´s sehen und das Museum der Sagrada Familia.

Verzierungen und Figuren an der Fassade

Sollten Sie Urlaub in oder um Barcelona machen, vielleicht auch nur eine Städtereise in die katalanische Metropole, dann besuchen Sie die Sagrada Familia. Eine solche Kathedrale werden Sie nirgends woanders finden. Hotels in Barcelona gibt es in jeder Preiskategorie und Klasse. Gehen Sie einfach mal auf Schnäppchenjagd, gönnen Sie sich ein Wochenende an der Küste des Mittelmeeres und besuchen Sie Barcelona.

Die Sagrada Familia-Stiftung, die sich und den Aufbau der Kirche allein aus Spendengeldern finanziert, hat kürzlich ein Video online gestellt das zeigt, wie die Kathedrale im fertigen Zustand aussehen wird.