Camping an der Costa Brava

Die Costa Brava ist eines der beliebtesten Reiseziele Spaniens, doch wenn man an diesen wunderschönen Küstenlandstrich denkt, dann eher an Hotels mit All Inclusive. Doch Campen? Beim ersten Gedanken ungewöhnlich, aber es lohnt mal näher hinzuschauen.

Die 75 Campingplätze an der Costa Brava und ihrem Hinterland samt Pyrenäen erfreuen sich an einer immer größeren Zahl von Gästen aus dem Ausland, vor allem aus Deutschland. Für die Saison 2015 haben die Betreiber etwa 14,5 Millionen Euro neu in ihre Anlagen investiert, was dem Komfort sehr zu Gute kommt.

Campen an der Costa Brava

Ein wirklich toll gelungenes Beispiel ist die komplette Neugestaltung der Badelandschaft für Kinder und Erwachsene im Campingplatz Las Dunas in Sant Pere Pescador. Mit 2000 Quadratmetern Wasserfläche und fünf Rutschen, neuer Bar-Terrasse, außerdem einem Spa mit 21 Plätzen und schnellem Internet in allen Bungalows wird den Gästen eine echte Attraktion geboten.

Großartige Wasserlandschaft an der Costa Brava

Camping Begur im gleichnamigen Ort nicht weit entfernt von den berühmten Stränden Aigua Blava, Fornells, Platja Fonda, Sa Tuna und Sa Riera bietet zusätzlich zu den beiden vorhandenen Becken mit einem Salzwasser-Pool von 250 Quadratmetern Größe samt Strömungskanal, Hydromassage und Schwalldüsen auf, auf überfüülte Strände können Sie getrost verzichten. Mit dem neuen, modernen Restaurant und den ebenfalls neu entstandenen Sanitäranlagen kann sich der Gast hier nur noch wohl fühlen. Nach der Renovierung von 17 Bungalows in sehr avantgardistischem Design 2014 hat Camping La Ballena Alegre in Sant Pere Pescador – einer der größten an der Costa Brava – in diesem Jahr sein Angebot mit 23 neuen Öko-Bungalows aus heimischen Hölzern und mit Privat-Pool weiter ausgebaut.

Camping La Ballena Alegre in Sant Pere Pescador

Der Vorsitzende von "Camping de Girona", Miquel Gotanegra, ist selbst besitzer eines Campingplatzes in Roses, sieht die Plätze an der Costa Brava "europaweit an der Spitze" und verweist stolz darauf, dass in der Provinz Girona die Hälfte der Top-Plätze Spaniens angesiedelt ist. Sieben von ihnen wurden 2015 mit dem Preis „Best Camping 2015“ des ADAC und des holländischen Campingclubs ANWB ausgezeichnet: Les Medes in Estartit, Cypsela Resort in Pals, Mas San José in Santa Cristina d’Aro, El Delfin Verde in Torroella de Montgrí, La Ballena Alegre, Ánfora und Las Dunas in Sant Pere Pescador.

Weitere Informationen: www.campingsingirona.com

Urlaub an der Costa Brava

Gebirgspass Col de la Schlucht

Der Gebirgspass Col de la Schlucht ist Start- und Endpunkt unseres Berichtes über den Sentier des Roches, dem eindrucksvollsten und gefährlichsten Gebirgspfad in den Vogesen.

Nicht weit vom See Col de la Schlucht entfernt, starten wir unsere Tour an den Parkplätzen am Col de la Schlucht. Zu Beginn geht es leicht ansteigend durch lichte Wälder und Bergwiesen in Richtung des Hohneck, mit 1362 metern Höhe der dritthöchste Berg der Vogesen. Schon bald geht es jedoch raus aus dem Wald und wir können einen ersten Blick auf den Hohneck werfen. Die Couloirs am Hohneck erinnert schon ein bißchen an die Alpen und macht uns bewusst, dass diese Klettertour wohl anstrengender wird als zunächst gedacht.

Der Anstieg zum Hohneck

Auf dem Weg zum Hohneck, machen einen kleinen Umweg zur La Martinswand, deren Felsen eine Höhe von etwa 20m – 60m haben. An der Martinswand gibt es einige der schwersten Freiklettertouren in Frankreich. Dieses Klettermassiv besteht aus festen, rauen Granitwänden und den Felsmassiven Martinswand, Straßburger Wand, Kleines Metterhorn und Gipfelaufschwung.

Als Kletter sind wir natürlich in unserem Element und fachsimpeln ein bißchen. Wobei die Martinswand nicht nur was für Extrem-Kletterer ist, denn es gibt auch einige leichtere Routen. Positiv sehen wir, dass auf die Sicherheit großen Wert gelegt wurde. An besonders kniffligen Stellen befinden sich solide Haken und den Rest der Strecke kann man ganz gut mit Klemmkeilen absichern.

Le Martinswand am Col de la Schlucht

Wir schauen eine Weile den Kletterern bei ihrem Aufstieg zu und machen uns dann weiter Richtung Hohneck, dessen Gipfel wir nach einigen Anstrengungen auch erreichen. Hier oben auf dem Gipfel sind – viele Menschen! Ganze Busladungen von Touristen tummeln sich herum. Dazu kommen noch eine ganze Menge Wanderer wir wir und Mountainbiker. Wir beschließen deshalb unseren Weg fortzusetzen.

Weiter geht es, mit einem schönen Blick auf den Lac de Schiessrothried, hinab zum Col du Schaeferthal und von dort weiter in Richtung der Ferme-Auberge Frankenthal. Nach einem kleinen Abstecher zur Dagobert Grotte machen wir eine kurze Rast gönnen und geniessen den wunderschönen Ausblick auf die Martinswand.

Die Dagobert-Grotte

Wenige hundert Metern später zweigt ein Pfand vom breiten Forstweg nach links in den Wald ab. Jetzt beginnt der Aufstieg zum Sentier des Roches, dem Felsenpfad. Nicht ganz zu Unrecht gilt er als der eindrucksvollste und gefährlichste Gebirgspfad der Vogesen. Auf den mehr als 3 km Strecke bieten sich spektakuläre Ausblicke auf das Munstertal, das Hohneck und bei klarer Witterung bis weit in die Schweizer Alpenwelt.

Wenn man den Sentier des Roches besteigt, sollte man trittsicher und schwindelfrei sein. Nicht zu vergessen, dass man bis zum eigentlichen Einstieg auf den Felsenpfad schon ein paar Höhenmeter hinter sich hat, mit dementsprechend nachlassener Kraft und Konzentration. Leichter ist es aber, die Runde einfach in entgegengesetzter Richtung zu gehen. So fängt man am Col de la Schlucht mit frischen Kräften auf den Sentier des Roches ein.

Egal wie man sich entscheidet, die Wegführung des Sentier des Roches ist ein einziges Schauspiel und am Ende kann man sich an der Brasserie de la Schlucht mit einem kühlen Getränk die verdiente Belohnung holen und einfach den herrlichen Blick geniessen.

Der Sentier des Roches

Die Sagrada Familia

Eines der beeindruckendsten Bauwerke weltweit ist mit Sicherheit die Sagrada Familia in Barcelona. Auf einer Städtereise in die katalanische Metropole darf dieses einmalige Architektur-Zeugniss nicht fehlen. Barcelona gilt als eines der Top-Reiseziele in Europa. Flair, Architektur, Klima und die offene Seele der Katalanen ziehen Reisende und Urlauber aus allen Ländern der Welt an.

Übersetzt heißt Sagrada Familia Sühnekirche der heiligen Familie. Der von Antoni Gaudi in der Endfassung entworfene Bau wurde 1882 angefangen zu bauen – und wird es bis heute. Ja, die Kirche ist noch nicht fertig gebaut und soll neuesten Schätzungen zu Folge 2026 fertig sein. Dabei hat diese römisch-katholische Basilika sicherlich einen Teil ihrer Berühmtheit ihrer Unvollendenheit zu verdanken. Trotzdem sie noch nicht fertig gebaut ist, stehen Teile der Kirche seit 2005 auf der UNESCO Weltkulturerbe-Liste und wurde sie im November 2010 von Papst Benedikt XVI. geweiht und zur päpstlichen Basilka minor erhoben.

Die Sagrada Familia in Barcelona

Was macht diese Kirche so einzigartig? Von etwas weiter weg betrachtet hat man den Eindruck, es würde sich um eine Sandburg handeln. Die vielen komplexen Dekorationen, Verzierungen und spindelartigen Türme erinnern eher an eine Kleckerburg als an eine Kirche. Steht man davor, kommt man aus dem erstaunten Sehen gar nicht mehr heraus. Überall gibt es was zu entdecken – Türmchen, Figuren, Portale und Verzierungen.

Wie alle Bauten die über einen so langen Zeitraum gebaut wurden, besitzt auch die Sagrada Familia verschiedene Stilelemente der Architektur. Ursprünglich von Neugotik geprägt kamen später durch Gaudi auch Modernisme-Elemente hinzu und inzwischen auch Elemente der Moderne.

Eingangsportal der Sagrada Familia

Die Sagrada Familia liegt inmitten eines Wohngebiets nördlich der Altstadt. Planen Sie ruhig bei einem Besuch einen Nachmittag ein, denn die Besichtigung von Innenraum und einem Teil der Türme kostet seine Zeit – aber es lohnt sich. Besonders viel zeit sollte man sich jedoch den Details der Fassaden nehmen, in der viele Botschaften und biblische Geschichten versteckt sind.

Wie kommen Sie hin? Mit der Metro erreichen Sie die Kirche über die Linien L2 und L5 und steigen an der Station Sagrada Familia aus, oder Sie nehmen den Bus Turistic, der ebenfalls hier hält. Schon von weitem sind die Türme zu sehen, wobei der Hauptturm über der Vierung noch nicht fertig gestellt ist. Später soll er mit einer Höhe von 170 Metern den bislang höchsten Kirchturm der Welt, den Ulmer Münster, ablösen. trotzdem soll sich das menschliche Bauwerk der Umgebung anpassen. Die Türme sollen nicht höher als die Berge der Umgebung sein und somit Gottes Werk übertreffen.

Kirchenschiff der Sagrada Familia

Die Sagrada Familia gehört zu den am meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Spanien, es kann also zu Stoßzeiten schonmal zu Schlangen kommen, besonders vor den Kassenhäuschen und den Fahrstühlen die zu den Türmen hinauf fahren. Am längsten sind die Schlangen spätvormittags. Sollte Ihre Zeit nicht so viel hergeben, nutzen Sie die Möglichkeit die Kathedrale aus der Ferne bzw. von den beiden Pölätzen links und rechts der Sagrada Familia zu berachten.

Kleiner Tipp: der hintere Lift, der in die Türme der Fassade der Geburt Christi hinauf führt, ist die Schlange um einiges kürzer. Beim Abstieg lohnt es sich die Treppen zu bentzen, denn nur so können Sie die absolut beeindruckenden Wendeltreppen sehen.

Nicht ganz 14 Euro kostet der Eintritt, Kinder bis 10 Jahre haben freien Eintritt. Die Preise sind also moderat und dafür kann man sogar die Werkstatt Gaudi´s sehen und das Museum der Sagrada Familia.

Verzierungen und Figuren an der Fassade

Sollten Sie Urlaub in oder um Barcelona machen, vielleicht auch nur eine Städtereise in die katalanische Metropole, dann besuchen Sie die Sagrada Familia. Eine solche Kathedrale werden Sie nirgends woanders finden. Hotels in Barcelona gibt es in jeder Preiskategorie und Klasse. Gehen Sie einfach mal auf Schnäppchenjagd, gönnen Sie sich ein Wochenende an der Küste des Mittelmeeres und besuchen Sie Barcelona.

Die Sagrada Familia-Stiftung, die sich und den Aufbau der Kirche allein aus Spendengeldern finanziert, hat kürzlich ein Video online gestellt das zeigt, wie die Kathedrale im fertigen Zustand aussehen wird.