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Den Berg erleben – Klettersteigtouren

Zusammenfassung: Klettersteigtouren gehören zum modernen Lifestyle. Die Natur in ihrer ursprünglichen, unverfälschten Art erleben, nah an den Grundelementen erleben. Erfahren Sie mehr über Bergerlebnisse der ganz besonderen Art.

Inhaltsverzeichnis

Ein Sport im Trend

Klettersteiggehen ist voll im Trend: Bereits seit vielen Jahren, wird die Anzahl der „Ferratistis“, wie die Geher von Klettersteigen auch bezeichnet werden, immer größer. Denn auf einem Klettersteig kann man sich – auch ohne ein extremer Kletterer oder Bergsteiger zu sein – mit einem Klettersteigset gut gesichert in senkrechte Felswände wagen.

Gipfel der Dolomiten

Was ist ein Klettersteig?

Grundwissen und nützliche Tipps zum Klettersteigen sind unerlässlich. Der Kletterhelm schützt vor Steinschlag. Meist beginnt man das Klettersteiggehen auf gesicherten Wegen. Wunderschöne Wanderwege und Klettersteige gibt es in den Dolomiten, früher von den Alpini (den italienischen Soldaten) zum Ausbau von Kriegsstellungen erbaut, erfreuen heute jedes Klettersteigherz aufs Neue. Allerdings gibt es tatsächlich unterschiedliche Arten von Klettersteig-Schwierigkeiten:

  • Versicherte Steige: Einfache Wanderwege mit stellenweise gesicherten Passagen bezeichnet man als versicherte Steige. Meist handelt es sich hierbei um kleinere Gipfelanstiege, wo Trittsicherheit und Schwindelfreiheit zwar von Vorteil sind, aber nicht zwingend Klettersteigausrüstung benötigt wird – je nach Fähigkeiten, Wetterbedingungen, etc.
  • Klassische Klettersteige: Diese Variante existiert in sämtlichen Schwierigkeitsgraden und ist deshalb sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet. Im Gegensatz zum nur teilweise versicherten Steig verfügen klassische Klettersteige über ein durchgängiges Drahtseil mit Zwischensicherungen und werden zudem häufig mit Eisentritten, Leitern oder Seilbrücken versehen.
  • Sportklettersteige: Bei den Sportklettersteigen ist dann schon etwas mehr Muskelkraft gefragt, aber vor allem die richtige Technik, denn sie befinden sich meist in ausgesetztem Gelände und verlaufen oft sogar durch Überhänge. Auch hier verläuft ein durchgängiges Drahtseil als Sicherung, jedoch wird meist auf helfende Zusatztritte verzichtet. Ungeübte Personen sollten also anfangs lieber die Finger von solchen Routen lassen.

Wie geht richtig Klettersteiggehen?

Klettersteiggehen ist grundsätzlich nicht schwer, doch einige Klettersteig-Grundregeln sollte man auf jeden Fall beachten. Denn ein Fehler an falscher Stelle kann fatale Folgen haben. Deshalb empfiehlt sich immer eine solide Grundausbildung. Hier genügt schon ein intensiver zwei- bis dreitägiger Klettersteigkurs in der Obhut eines staatlich geprüften Berg- und Skiführers.

Die wichtigsten Grundprinzipen auf Klettersteigen sind:

  • Niemals stürzen!
  • Zu jedem Zeitpunkt gesichert sein!

Letzteres auch dann, wenn man sich seiner Sache hundertprozentig sicher ist. Denn meist sind die kleinen Flüchtigkeitsfehler jene mit der schlimmsten Auswirkung. Aber auch Fremdeinwirkung (z.B. Steinschlag) durch vorausgehende Klettersteiggeher kann nie ausgeschlossen werden.

Brücke am Klettersteig

Anseilen beim Klettersteiggehen

Auf das richtige Befestigen des Klettersteigsets am Gurt kommt es beim Klettersteiggehen an. Denn wer sich in der Hektik fehlerhaft einbindet, gefährdet sich selbst. Am Klettersteig-Einstieg angekommen, sollte man erst mal nach einem geeigneten und sicheren Platz Ausschau halten. Dieser muss genügend Raum zum Anlegen der Klettersteigausrüstung bieten und vor allem vor Steinschlag schützen. Deshalb immer rechtzeitig den Klettersteighelm aufziehen, am besten bevor man sich an den Wandfuß begibt.

Für einen optimal passenden Klettersteiggurt empfiehlt sich je nach Größe und Konstitution des Ferratistis ein Sitzgurt mit verstellbaren Beinschlaufen. So kann man je nach Wetterlage mit einer dünnen Kletterhose oder aber mit einer dickeren Regenhose unterwegs sein. Das Klettersteigset wird nun durch die zentrale Anseilschlaufe des Klettergurts gezogen und mittels Ankerstichknoten eng zugezogen.

Partnercheck

Eigentlich kann es jetzt losgehen – doch ohne Kontrolle des Partners sollte man nie in den Klettersteig einsteigen! Vier Augen sehen mehr als zwei – und im Eifer des Gefechts ist doch schon so manches unentdeckt geblieben. Vier wesentliche Punkte sorgen für mehr Sicherheit:

  • Klettergurt richtig angelegt und alle Schlaufen geschlossen?
  • Klettersteigset richtig angelegt?
  • Helm richtig angelegt und verschlossen?
  • Erste Hilfe-Set im Rucksack?

Zu guter Letzt noch Zeitplan und Wetter prüfen und es kann losgehen!

Umhängen

Je nach Land und vor allem je nach Verantwortungsgefühl der Klettersteig-Erbauer, sind die Klettersteige in einem guten oder in einem weniger guten Zustand. Die Technik, mit denen heutzutage Klettersteige errichtet werden, ist jedoch sehr ausgereift. Mit Verankerungsstiften aus Eisen, werden die Drahtseile am Felsen befestigt. Diese sind je nach Geländestruktur etwa drei bis zehn Meter voneinander entfernt und verhindern das Weiterschieben der Klettersteigkarabiner.

Hier muss nun aktiv umgehängt werden. Man nehme einen Klettersteigkarabiner heraus und hänge diesen in den nächsten Drahtseilabschnitt. Während diesem Vorgang ist man immer noch am zweiten, hinteren Karabiner gesichert! Jetzt kann der zweite Karabiner ausgeklinkt und in den vorderen Abschnitt eingeklinkt werden. Mit dieser Methode ist man zu jeder Zeit gesichert.

Technik beim Klettersteiggehen

Im Mittelpunkt des Klettersteiggehens steht die Kontrolle des Körperschwerpunktes. Genau wie auch beim Sportklettern muss der Körperschwerpunkt zur Seite verlagert werden, um in der Abfolge mit den Füßen ruhig und kontrolliert weiter nach oben antreten zu können. Hierfür wird der auf einem stabilen Tritt stehende Fuß belastet. Das ermöglicht dem freistehenden Bein das Höhersteigen. Gerade dieser Bewegungsablauf ist in der Umsetzung im Felsgelände am Klettersteig nicht immer einfach und sollte vorab intensiv geübt werden.

Ein weiterer Aspekt, der das Üben der Gewichtsverlagerung unterstreicht, ist die Tatsache, dass beim Klettersteiggehen je nach Charakter des Steiges meist mit robusten und stabilen Bergschuhen gegangen wird. Spezielle Kletterschuhe mit guter Reibung, wie man sie beim Sportklettern trägt, benötigt man nur in wirklich sportlich anspruchsvollen Klettersteigrouten. Hieraus ergibt sich auch der wesentliche Unterschied vom Klettersteiggehen zum eigentlichen Klettern: Beim Klettersteiggehen ist der Routenverlauf durch das Drahtseil vorgegeben, das auch das aufwendige Suchen nach Tritten und Griffen erspart.


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Warum ist Portugal so beliebt?

Zusammenfassung: Portugal erlebt als reiseziel eine Renaissance, doch warum ist das so? Im folgenden Artikel schauen wir abseits der großen Tourismusströme auf ein Land voller facettenreicher Gegensätze

Inhaltsverzeichnis

Aufschwung – Wirtschaft und Tourismus

Das Bruttoinlandsprodukt steigt kontinuierlich, die Arbeitslosigkeit sinkt, und die Zeiten, in denen junge Portugiesen nach Schule und Studium das Weite suchten, um in anderen Ländern einen Job zu finden, sind vorbei.

Neben den üblichen Touristenscharen an der Algarve, in Lissabon oder auf der Blumeninsel Madeira hat sich eine neue Spezies an Reisenden dazugesellt: Großstadt-Hipster und digitale Nomaden, die in Surf-Retreats an Portugals paradiesischen Küsten die ultimative meditative Entspannung suchen und entschleunigt arbeiten wollen; Gourmetfans, die sich nebst Weinprobe von portugiesischen Familien auf dem Landgut bekochen lassen oder aber Reisende mit Handicap, die dank einer professionellen Infrastruktur von einer Vielzahl an barrierefreien Ausflugspaketen profitieren.

Traumstrand der Algarve

Die etwas anderen Reiseangebote

Tourismus ist nach wie vor eine der wichtigsten Einnahmequellen des Landes, und so haben die portugiesischen Tourismus- und Wirtschaftsministerien in den letzten Jahren attraktive Initiativen gestartet, um innovative Geschäftsmodelle zu fördern und das Land für junge Leute und Start-ups noch attraktiver zu machen. Der Web Summit, die größte Technologie-Konferenz Europas, findet mit über 70.000 internationalen Teilnehmern seit 2016 jährlich in Lissabon statt. Einwandfrei funktionierendes WLAN findet man in jeder noch so abgelegenen Region des Landes. Und mit dem Angebot an innovativen Reiseerlebnissen steht Portugal im europäischen Vergleich klar an der Pole-Position, egal ob bei Angeboten für barrierefreies Reisen oder beim Entdecken der zahlreichen kulinarischen Highlights, die das Land zu bieten hat.

Portugal ist NICHT günstig

Lissabon und Porto, Portugals Vorzeigestädte, sind beliebter denn je. Mit der Folge, dass Übernachtungskosten in den letzten zwei Jahren deutlich gestiegen sind. Jeder zweite Portugiese in Lissabon sichert sich mittlerweile mit der staatlich unterstützten Vermietung seiner Wohnung über Plattformen wie Airbnb einen soliden Nebenverdienst oder gar ein Haupteinkommen. Für Goncalo Correia zum Beispiel ist daraus ein lukrativer Full-Time-Job entstanden. Er entschied kurzerhand, sein Haus in Belém – einem bei Touristen sehr beliebten Stadtteil – zu renovieren und umgestalten zu lassen und vermietet mittlerweile acht individuell designte Wohlfühl-Apartments – sowohl an Urlauber als auch an Start-up-Gründer und digitale Nomaden aus aller Welt, die langfristig in der Stadt verweilen.

Porto - Städtereise

Geboren und aufgewachsen in Lissabon, freut sich Correia über den wirtschaftlichen Aufschwung seines Landes, sieht aber auch die die Nachteile der Gentrifizierung, die wie überall in erster Linie die älteren Einheimischen trifft, die sich die steigenden Lebenshaltungskosten in der Stadt nicht mehr leisten können. Die Wurzel des Problems liegt seiner Meinung nach zum Großteil bei den Immobilieninvestoren aus dem Ausland, die das Fünffache des Werts für eine Wohnung zahlen. „Der Markt ist überfüttert“, sagt Goncalo. „Es ist eine Frage der Zeit, wie lange das noch so weitergehen kann. Die Regierung ist hier gefordert. Steuerentlastungen für Vermieter, die für längere Zeiträume vermieten oder höhere Steuern für die nach wie vor zahlreichen leerstehenden Wohnungen könnten ein erster Ansatz sein.“

Abschalten von der Moderne

Auch Coworking-Spaces und Meditationsretreats schießen wie Pilze aus den portugiesischen Böden, und das nicht nur in der Hauptstadt am Tejo. Surfer Hotspots wie Aljezur oder Peniche haben ebenfalls auf den Coworking Hype reagiert und bieten digitalen Nomaden die perfekte Welle als Entschleunigungs-Tüpfelchen auf dem „I“.

Wer stattdessen den vollständigen digitalen Detox sucht, bucht sich eine Auszeit in der unberührten und wildromantischen Natur Portugals. Shaini Verdon, eine Holländerin, die seit zehn Jahren in der Region Aljezur lebt, bietet das Komplettpaket: Eingebettet zwischen der malerischen Küste und den blühenden Hügeln der Costa Vicentina, betreibt sie ein Surf-, Yoga- und Meditationsretreat. Vor dem Haus grasen friedlich Pferde und neben Iyengar-Yoga-, Meditations- und Surfkursen gibt es für die Retreat-Teilnehmer täglich frisch zubereitete vegane Küche aus der Region – der ultimative Slow-Living-Traum.

Urlaub auf den Azoren

Geheimtipp Azoren

Der absolute Geheimtipp ist laut Goncalo aber ein anderer: die Azoren, eine Gruppe von neun atemberaubend schönen Inseln, mitten im Atlantischen Ozean und nur eine Flugstunde von Lissabon entfernt. Ein grünes Paradies mit einer Durchschnittstemperatur von 15-20 Grad das ganze Jahr hindurch. Hier kann man stundenlang wandern, ohne einer Menschenseele zu begegnen. Und das alles mit dem Atlantik vor der Nase und 5G an jeder Milchkanne. Portugal, meu amor…


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Brexit! Was Reisende jetzt wissen müssen

Zusammenfassung: Lange zog es sich, doch jetzt, zweieinhalb Jahre nach dem Referendum und nach eineinhalb Jahren Verhandlungen, gab es endlich einen Deal: Die Staats- und Regierungschefs der EU billigten das Abkommen zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Am 29. März 2019 wird es soweit sein.

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Was ändert sich ab 29.März 2019?

Zunächst einmal die gute Nachricht: wenig. Der neue Austrittsvertrag legt nämlich eine Übergangsfrist fest, in der sich in der Praxis erstmal gar nichts ändert. Diese Übergangsfrist gilt mindestens bis Ende 2020 und höchstens bis Ende 2022.

Wird die Einreise nach England jetzt komplizierter?

Strengere Grenzkontrollen als bei der Einreise in viele andere EU-Länder gab es bisher ohnehin schon, da Großbritannien kein Mitglied des Schengener Abkommens ist. Urlauber müssen also wenigstens ihren Personalausweis vorzeigen. Aber Zollkontrollen, Einfuhr- und Reisebeschränkungen gibt es vorerst nicht, weder für Bürger noch für Unternehmen.

Brauchen EU-Bürger ein Visum?

Auch nach 2022 sollen Reisen problemlos möglich sein und EU-Bürger dauerhaft kein Visum benötigen. Umgekehrt dürfen auch die Briten weiter ohne Visum in die EU reisen. Allerdings ist die Visa-Befreiung nur für sogenannte „kurze Besuche“ zugesichert. Was genau das bedeutet, ist noch unklar. Wahrscheinlich wird die neue Regelung ähnlich zu der in der Schweiz, die ebenfalls kein EU-Mitglied ist, werden: Dort dürfen sich EU-Bürger bis zu 90 Tage visumsfrei aufhalten. In Großbritannien sollen aber zusätzlich für Studenten, Wissenschaftler und Jugendaustausche erleichterte Einreise- und Aufenthaltsbedingungen gelten.

Gibt es künftig Kontrollen zwischen der EU-Republik Irland und dem britischen Nordirland?

Nein, zumindest in der Übergangsphase soll die Grenze zwischen Nord- und Südirland auch weiterhin offen bleiben. Wie es nach 2022 aussehen soll, wird noch verhandelt.

Welche Rechte haben Reisende?

Die EU-Fluggastrechte gelten zunächst einmal für Reisen, die innerhalb der EU begonnen werden sowie für Reisen mit EU-Airlines, die einen Flughafen innerhalb der Europäischen Union zum Ziel haben. Das heißt: Wer von einem deutschen Flughafen aus nach Großbritannien fliegt, profitiert auch weiterhin von den EU-Rechten.

Was passiert nach dem Brexit mit meinem Flug?

Hier gibt es aktuell das größte Konfliktpotential, denn nach aktuellem Stand dürfen britische Fluggesellschaften nach dem Brexit ohne ein entsprechendes Abkommen weder in der EU landen noch Flüge zwischen einzelnen EU-Staaten anbieten. Das würde bedeuten, dass zum Beispiel Ryanair keinen Flug mehr von Deutschland nach Spanien anbieten dürfte. Besonders Ryanair und Easyjet haben bereits ihre Flüge von und nach Großbritannien deutlich reduziert. Allerdings versuchen die Airlines das Problem zu umgehen, indem sie in der EU Tochtergesellschaften gegründet haben.

Wie teuer sind dann Roaming-Gebühren?

Die EU hat auch diesbezüglich Vorteile für Urlauber: Seit Mai 2017 telefoniert man im EU-Ausland wesentlich günstiger, da die früher oft extrem teuren Roaming-Gebühren weitgehend abgeschafft wurden, sodass Telefonieren und Surfen im EU-Ausland nur noch so viel kostet wie zu Hause.

Ob dies in Großbritannien nach dem EU-Austritt dann auch so günstig sein wird, ist nicht sicher. Möglicherweise werden viele Anbieter dies ihren Kunden ermöglichen wollen, um für sie attraktiv zu sein. So sind in den Europa-Tarifen etlicher Mobilfunkanbieter auch Staaten inklusive, die nicht zur EU gehören, etwa die Schweiz.



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Unterschied zwischen Jugendherberge und Hostel

Zusammenfassung: Hostels sind doch die modernen, hippen Jugendherbergen in denen man preisgünstig übernachten kann – oder doch nicht? Welche Unterschiede es zwischen einer Jugendherberge und einem Hostel gibt, darum geht es im folgenden Artikel.

Inhaltsverzeichnis

Über die Ursprünge

Rechtlich kann sich jede Unterkunft als Jugendherberge, Hostel oder was auch immer bezeichnen. „Jugendherbergen haben ein etwas angestaubtes Image“, sagt Prof. Jürgen Schmude, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft. „Hostels nennen sich so, weil das moderner klingt.“ Dabei ist Hostel eigentlich nur eine Übersetzung von Jugendherberge. Doch der Name bestimmt durchaus weiterhin über die Gäste. „Erlerntes Reiseverhalten ändert man nicht so schnell. Wer in der Vergangenheit oft Urlaub in Jugendherbergen gemacht hat, wird das auch in Zukunft weiter tun“, sagt Schmude. Für die Jugendherbergen ist die Herausforderung, junge Leute anzusprechen. Denn längst nicht alle Herbergen sind schick und saniert. Auch interessant: Das gefährlichste Hostel der Welt Sie bieten aber oft einen anderen Service als Hostels – durch die Bildungsangebote und teils auch bei der Verpflegung. Während man sich in vielen Hostels als Selbstverpfleger in die Küche stellen muss, ist bei Jugendherbergen das Frühstück immer im Übernachtungspreis enthalten.

Jugendherberge Altena

In einer stürmischen Nacht des Jahres 1909 hatte Richard Schirrmann eine Idee: Auf mehrtägigen Wanderungen sollten Schüler sichere und günstige Unterkünfte zum Übernachten finden können. Drei Jahre später gründete der Lehrer in der Burg Altena im Sauerland die erste dauerhafte Jugendherberge – sie existiert noch heute. Längst ist ein flächendeckendes Netz mit in Deutschland 471 Herbergen entstanden.

Es klingt ein bisschen romantisch: „In den Anfangszeiten schliefen die Gäste wirklich noch auf Strohsäcken“, erzählt Knut Dinter vom Deutschen Jugendherbergswerk. „Das hat das Image von Jugendherbergen geprägt.“ Das Stroh ist längst verschwunden, und auch die Zeiten liebloser Schlafsäle sind passé. Stattdessen gibt es heute meist Mehrbettzimmer für bis zu sechs Personen, in Neu- und Umbauten zunehmend auch kleinere Zimmer mit angeschlossenem Bad.

Nach wie vor nutzen vor allem Schulen und Hochschulen die Jugendherbergen für Klassen- oder Studienfahrten. Schüler und Studenten stellen mit 37 Prozent aller Übernachtungen die wichtigste Zielgruppe. Ein Fünftel der Nächte geht auf das Konto von Familien. An dritter Stelle stehen Freizeitgruppen wie Chöre oder Vereine mit 18 Prozent. Der Anteil der ausländischen Gäste liegt nur bei acht Prozent.

Ein umfassenden Freizeitangebot

„Im Gegensatz zu früher, als es noch klassische Herbergseltern gab, werden die Einrichtungen heute von ausgebildeten Profis geleitet“, ergänzt Dinter. Um den modernen Ansprüchen der Reisenden gerecht zu werden, hat sich das Freizeitangebot erweitert. Statt oder ergänzend zu Wanderungen werden verschiedene Aktivitäten angeboten: von Geocaching und Stadtführungen über Segelkurse bis Yoga.

„Jugendherbergen sollen mehr sein als Bett und Brötchen. Wir haben einen pädagogischen Anspruch und wollen zur Völkerverständigung beitragen“, sagt Dinter. Bei der Sanierung von Gebäuden wird deshalb vor allem auf die Gemeinschaftsräume Wert gelegt.

Jugendherbergszimmer

Moderne Ausstattung Gemütlich zusammensitzen in einem modernern Interieur: Jugendherbergen versuchen, mit der Zeit zu gehen und so auch neue Zielgruppen zu gewinnen. herbergen nicht durch die stetige Ausbreitung von Hostels, schicken Preiswert-Hotels wie Motel One und Airbnb bedroht? Das gilt höchstens für Großstädte wie Berlin, Hamburg und Köln. In der Fläche sieht es mit der Konkurrenz vielerorts dürftig aus.

Angestaubtes Image

Rechtlich kann sich jede Unterkunft als Jugendherberge, Hostel oder was auch immer bezeichnen. „Jugendherbergen haben ein etwas angestaubtes Image“, sagt Prof. Jürgen Schmude, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Tourismuswissenschaft. „Hostels nennen sich so, weil das moderner klingt.“ Dabei ist Hostel eigentlich nur eine Übersetzung von Jugendherberge. Doch der Name bestimmt durchaus weiterhin über die Gäste.

Presiwerte Übernachtung in einer Jugendherberge

„Erlerntes Reiseverhalten ändert man nicht so schnell. Wer in der Vergangenheit oft Urlaub in Jugendherbergen gemacht hat, wird das auch in Zukunft weiter tun“, sagt Schmude. Für die Jugendherbergen ist die Herausforderung, junge Leute anzusprechen. Denn längst nicht alle Herbergen sind schick und saniert. Auch interessant:

Sie bieten aber oft einen anderen Service als Hostels – durch die Bildungsangebote und teils auch bei der Verpflegung. Während man sich in vielen Hostels als Selbstverpfleger in die Küche stellen muss, ist bei Jugendherbergen das Frühstück immer im Übernachtungspreis enthalten.

Nach wie vor nutzen vor allem Schulen und Hochschulen die Jugendherbergen für Klassen- oder Studienfahrten. Schüler und Studenten stellen mit 37 Prozent aller Übernachtungen die wichtigste Zielgruppe. Ein Fünftel der Nächte geht auf das Konto von Familien. An dritter Stelle stehen Freizeitgruppen wie Chöre oder Vereine mit 18 Prozent. Der Anteil der ausländischen Gäste liegt nur bei acht Prozent.

Jahresmitgliedschaft notwendig

Jugendherbergen sind eine Nischenunterkunft. Laut Statistischem Bundesamt wurden 2016 gut 447 Millionen Übernachtungen in Deutschland gebucht. Die Jugendherbergen zählten knapp 10,3 Millionen – also gerade mal 2,3 Prozent. Drei Viertel der Nächte entfielen auf Herbergen auf dem Land oder in Kleinstädten.

Der wirtschaftliche Druck führt dazu, dass die Jugendherbergen eher größer als kleiner werden. „Die Tendenz geht hin zu größeren Einrichtungen, die rentabler sind“, sagt Dinter.

Die Herbergen bleiben eine gute Möglichkeit, günstig zu übernachten – allerdings nur für Mitglieder des Deutschen Jugendherbergswerks mit entsprechender Mitgliedskarte. Die kostet Jugendliche bis 26 Jahre 7 Euro im Jahr. Familien und Mitglieder ab 27 Jahren zahlen 22,50 Euro. In günstigen Herbergen kostet die Nacht im Mehrbettzimmer 17 Euro, oft liegt der Preis aber höher. Die Preise staffeln sich nach dem Alter des Gastes und teils nach Saison. Praktisch: Die Mitgliedskarte ist auch für Jugendherbergen im Ausland gültig.



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Felswand Kjerag – spektakulär bis atemberaubend

Zusammenfassung: Spektakulär über einem Fjord gelegen, zieht die steile Felswand Kjerag in Norwegen jährlich Abenteurer aus aller Wlelt an. Besonders Mutige lassen sich an einem Ort fotografieren, dessen bloßer Anblick schon ganz schwindelig macht: ein Felsen, eingeklemmt zwischen zwei steilen Granitwänden. Darunter geht’s 1000 Meter in die Tiefe.

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Der Kjeragbolten

Erst „Cheese“, dann „tschüüüüüüs“ – so könnte es im schlimmsten Fall enden, wenn man auf dem Kjeragbolten beim Fotografieren nur einen falschen Schritt tut. Etwa einen Quadratmeter breit ist die Fläche, auf der man stehen kann. Und zu der Angst abzurutschen, kommt das mulmige Gefühl, dass der Brocken sich lösen könnte und man mit ihm in die Tiefe stürzt.

Die meisten wagen es trotzdem, weil sie auf das besonders spektakuläre Erinnerungsfoto nicht verzichten wollen. Der Kjeragbolten, ein fünf Kubikmeter großer Monolith aus der Eiszeit, hängt eingeklemmt zwischen zwei senkrechten Felswänden und ist der Höhepunkt einer Wanderung im südlichen Norwegen, die von Oygardstolen rauf zum Kjerag-Plateau führt.

Etwa 2,5 Stunden braucht man für die anspruchsvolle Strecke, die über unwegsames, oftmals ungesichertes Gelände führt. Nur stellenweise ist der Weg mit Eisenketten gesichert. Am besten eignen sich die Sommermonate zum Wandern, wenn kein Schnee mehr liegt. Bei Nebel oder Regen sollte man besonders vorsichtig sein, weil die Steine dann sehr rutschig sein können. Belohnt wird die Mühe mit einer grandiosen Aussicht von der Hochebene auf den Lysefjord.

Nur was für Mutige

Und dann, im Westen des Plateaus, taucht sie auf: die Gesteinskugel, die über einer 984 Meter tiefen Schlucht klemmt. Wenn viele Wanderer unterwegs sind, bildet sich davor schon mal eine kleine Schlange – denn jeder will ein Foto von sich auf dem Kjeragbolten. Doch längst nicht jeder traut sich am Ende wirklich und wagt den Schritt auf die kleine Fläche.

„Nix für Weicheier“ sei das, schreibt ein Norwegen-Urlauber, der den Kjeragbolten besucht hat, bei Tripadvisor. „Ich versichere euch, der härteste Teil eures Trips ist der letzte Schritt, bevor ihr auf den Felsbrocken springt“, schreibt ein anderer.

Gab es schon Unfälle?

Eine weitere Urlauberin erinnert sich an diesen Moment des Nervenkitzels so: „Die vielen Leute und der Typ vor mir, der den kleinen Sprung auf den Felsbrocken nicht über sich brachte, haben mich extrem nervös gemacht. (…) Die Schlange hinter mir hat mir letztlich geholfen, es zu tun – aber ich kann mir vorstellen, dass am Kjerag schon schreckliche Dinge passiert sind.“

Überlebt hat hier bisher aber noch jeder, jedenfalls gibt es keine Berichte von Abstürzen vom Kjeragsbolten. Gefährlicher ist da schon das Basejumping, für das die Kjerag-Felswand ein beliebter Absprungplatz ist. Schon mehrere Basejumper sollen hier ums Leben gekommen sein. Im Jahr 2000 etwa starb der bekannte britische Stuntman und Schauspieler Terry Forrestal an den Folgen eines Basejumping-Unfalls am Kjerag-Hochplateau.

In den Abgrund schauen

Für wen der Schritt auf den Kjeragbolten dann doch ein bisschen zu viel Nervenkitzel ist, der findet weiter westlich über dem Lysefjord einen weiteren spektakulären Aussichtspunkt: den Preikestolen (dt. „Predigtstuhl“), eine Felsplattform, die weit über der eigentlichen Kante hervorsteht. Für Höhenängstliche ist der Preikestolen allerdings auch nichts, geht es doch hinter der ungesicherten Kante mehr als 600 Meter in die Tiefe. Viele Besucher tun die ersten Schritte auf dem 25 mal 25 Meter großen Plateau noch recht entschlossen, doch ganz nach vorne wagen sich die meisten dann doch nur auf dem Bauch robbend.


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Top 10 Sehenswürdigkeit Miami

Zusammenfassung: Miami, das steht für Sonne, Meer, Glamour und jede Menge Entspannung. Die Metropole im Süden der USA ist eine der beliebtesten Urlaubsorte der Deutschen in den USA. Doch was macht Miami so spannend, was muss man gesehen haben? Die Top 10 Ausflugsziele jetzt im folgenden Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

  1. Miami Beach
  2. Ocean Drive
  3. Museumspark
  4. Wynwood Walls
  5. Everglades
  6. Little Havanna
  7. Villa Vizcaya
  8. Coral Castle
  9. Little Haiti
  10. Design District

Miami Beach

Wer noch nie in der sonnenverwöhnten Stadt war, den zieht es direkt nach Miami Beach. Die vielen bunten Life-Guard-Häuschen, die den fast weißen Strand in regelmäßigen Abständen säumen, strahlen bunte Lebenslust und Urlaubsfreude aus. Der perfekte Ort, um richtig in Miami anzukommen. Und natürlich, um den Instagram-Feed zu füttern! Wenn danach noch etwas Zeit ist, sollte ein Abstecher in La Sandwicherie drin sein! Empfehlenswert sind die Hotels direkt am Miami Beach – mit einer atemberaubenden Aussicht.

Urlaub in Miami

Ocean Drive

Was die Croisette in Cannes ist, ist in Miami der Ocean Drive. Zwischen schillernden Clubs, Restaurants, Bars und Hotels, schlägt hier das pulsierende Herz von Miami. Es gilt die Regel „gesehen und gesehen werden“. Art Deco und Neon-Schilder wohin das Auge reicht. Es ist kaum verwunderlich, dass diese bunte Szenerie schon oft Schauplatz in Filmen und Serien war.

Reisen nach Miami

Museumspark

Wer Lust auf ein wenig Abwechslung hat, sollte einen Abstecher zum Museumspark in Downtown Miami einplanen. Hier steht unter anderem das Frost Museum of Science, das mit einer spannenden Architektur, mit einem Planetarium und vielen außergewöhnlichen Exponaten aufwartet. Beispielsweise können die Besucher durch ein kegelförmiges Salzwasserbecken Haie von unten beobachten oder eine neun Meter große Nachbildung eines Dinosauriers bewundern. Ebenfalls im Museumspark befindet sich das Perez Museum of Arts (PAMM), das sich auf die Ausstellung zeitgenössischer Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts fokussiert.

Reisen nach Miami

Wynwood Walls

Klar, ein Geheimtipp sind die Wynwood Walls im berühmten Szenebezirk Wynwood schon lange nicht mehr. Bei einem Besuch in Miami darf ein Ausflug in den bunten Streetart-Park auf keinen Fall fehlen. Unzählige Gemälde von Künstlern aus der ganzen Welt, die übrigens alle paar Monate durch neue Kunstwerke ersetzt werden, begeistern täglich zahlreiche Besucher. Wer danach noch nicht genug hat, lässt sich durch die Straßen des ehemaligen Gewerbegebiets treiben. Denn hier schlagen nicht nur kunstinteressierte Herzen in diversen Galerien höher. Auch für Fashion- und Foodliebhaber ist diese Nachbarschaft mit seinen zahlreichen Boutiquen und Restaurants ein Muss.

Reiseziel Miami

Everglades

Die Everglades sind ein 607.028 Hektar großes tropisches Sumpfgebiet im Süden Floridas, das seit 15.000 Jahren von Menschen bevölkert ist. Berühmt berüchtigt ist das Gebiet jedoch für einen anderen Bewohner: in den Gewässern, aber auch an Land, sind hier mehr als 200.000 Alligatoren anzutreffen. Wer den Tieren ganz nah kommen möchte, sollte sich eine Tour mit einem der lautstarken und faszinierenden Propellerboote nicht entgehen lassen. Dabei entdeckt man auch die anderen hunderten Tier- und Pflanzenarten, die in dem als UNESCO-Welterbe geschützten Nationalpark leben.

Urlaubsziel Miami

Little Havanna

Spätestens hier spürt man die kubanischen Einflüsse, die Miami vielerorts geprägt haben. Lebensfreude und Genuss werden in kleinen Cafés, lebhaften Märkten und urigen Zigarren- und Hutläden großgeschrieben. Ein Besuch im Latin Cafe lohnt sich für jeden, der ein Stück Kuba probieren möchte. Das Essen ist einfach, aber unwahrscheinlich lecker und authentisch. Little Havanna darf bei einer Reise nach Miami auf keinen Fall fehlen.

Urlaubsempfehlung Miami

Villa Vizcaya

Sie sollten sich unbedingt einen ruhigen Nachmittag in den zauberhaften Gärten der Villa Vizcaya gönnen. Als Openair-Museum im tropisch anmutenden Stadtteil Coconut Grove aufgebaut, warten kunstvolle Skulpturen, Grotten und Antiquitäten darauf, entdeckt zu werden. Die ehemalige Winterresidenz des Geschäftsmanns und Kunstsammlers James Deering wurde Anfang des 20. Jahrhunderts im Stil der italienischen Renaissance erbaut – eine Seltenheit in Florida! Pluspunkt: die Aussicht auf die Biscayne Bay.

Reiseerfahrung Miami

Coral Castle

Ein Besuch lohnt sich auch hier: viele Mythen und Geheimnisse ranken sich um das pompöse zwischen 1923 und 1951 entstandene Steinmonument. Aus über 1100 Tonnen Korallenfelsen gebaut, wird das etwas südlich von Miami gelegene Spektakel mitunter auch als das achte Weltwunder bezeichnet. Der lettische Bildhauer Edward Leedskalnin soll es demnach über 30 Jahre hinweg allein im Verborgenen gebaut haben. Wie das bei teilweise bis zu 30 Tonnen schweren Felsen funktioniert haben soll, hat bis jetzt niemand herausgefunden. Da hilft nur, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen.

Urlaubsempfehlung Miami

Little Haiti

Wie der Name es schon erahnen lässt, ist dieser Bezirk von karibischen Einflüssen aus Haiti geprägt. Hier ist ein Besuch des Mache Ayisyens absolut empfehlenswert. In dem überdachten und ca. 840 qm großem karibischen Marktplatz kann man zu jeder Jahreszeit, begleitet von haitianischer Musik, in Sommerlaune kommen und authentische Kunstwerke kaufen. Wer sich nach einer Shoppingtour stärken möchte, sollte ins Chef Creole einkehren. In dem nur eine Meile vom Mache Ayisyen entfernten Restaurant loben Besucher die Küche als das beste haitianische Essen des Viertels.

Reiseziel Miami

Design District

Wer die schönen visuellen Dinge im Leben liebt, fühlt sich im Design District pudelwohl. Hier sind mehr als 130 Kunstgalerien, Showrooms, Antiquitätenhändler und Kreativagenturen anzufinden. Um selbst entsprechend fancy auszusehen, kann man sich in den Luxus-Boutiquen des Stadtteils neu einkleiden. Neben den berühmten Marken wie Louis Vuitton, Hermes, Prada und Gucci, findet man auch in kleinen, hübschen Boutiquen ausgewählte Kleider und ausgefallene Wohnungseinrichtung.

In Miami Ulaub machen




Urlaub auf Island

Zusammenfassung: Island hat in den vergangenen Jahren einen Boom bei deutschen Urlaubern erlebt. Die Insel wurde entsprechend voll – und teuer. Abschreckend teuer, wie manche Veranstalter feststellen mussten. Individualreisende kommen mit einigen Tipps günstiger weg.

Ein Bier für acht Euro? In Island ein normaler Preis. Die Insel im Atlantik mit ihren Vulkanen und Gletschern ist ein teures Reiseziel, nicht nur in Sachen Alkohol. Aber mit ein paar Tipps und Tricks kann man Geld sparen.

Die Hotel- und Pauschalreisepreise sind in den vergangenen Jahren noch einmal gestiegen. Fünf Tage Rundreise können bei einem deutschen Veranstalter gut und gerne 1500 Euro kosten – ohne Flüge. Kann man auf Island überhaupt günstig urlauben?

Reisen nach Island

Preiswerter Urlaub ist möglich

Die Ticketpreise zum Flughafen Reykjavik variieren je nach Flugtag, Flugzeit und Reisemonat. Der isländische Low-Cost-Carrier Wow Air wirbt mit besonders günstigen Flügen. In der Nebensaison lassen sich bei der Airline Flüge für 100 Euro pro Strecke inklusive Gepäck finden. In der Hauptsaison im Sommer ist es oft das Doppelte und mehr. Ratschlag: Am besten dann fliegen, wenn nicht auch alle anderen fliegen. Das Reisedatum variieren und die Preise für einen anderen Abflughafen prüfen. Auf Portalen checken, ob Aufgabegepäck im angezeigten Ticketpreis enthalten ist.

Wie viel Geld vor Ort fällig wird, hängt dann stark von der Reiseform ab. Wanderer und Radfahrer können immer noch einen preiswerten Urlaub in wunderbarer Landschaft erleben. Wer Island aktiv und somit preiswerter erleben möchte, muss aber etwas mitbringen: „Erfahrung, eine exzellente Ausrüstung und gute Kleidung“.

Ferien aus Island verbringen

Viele Reisende bevorzugen allerdings ein festes Dach über dem Kopf. Und hier gilt in Island verschärft, was auch für andere Reiseziele Gültigkeit hat: Wer Hotels auf eigene Faust bucht, sollte früh im Voraus planen, nicht nur wegen der Preise, sondern auch wegen der Verfügbarkeit. Island hat in manchen Gebieten auf dem Land immer noch sehr wenige Hotels, und vor allem im Südosten und rund um Mývatn ist es schnell ausgebucht. Hier finden Sie gute Hotel auf Island!

Günstig einkaufen auf Island

Eine Woche im Ferienhaus für vier Personen kostet im Juli ungefähr ab 1000 Euro. Jeden Tag essen zu gehen, kann sich kein Durchschnittsverdiener leisten. Selbstversorger sollten immer Ausschau nach Bonus, Islands günstigstem Supermarkt, halten.

Von Vorteil ist auch, wenn man zeitlich nicht an die Sommerferien gebunden ist und die Nebensaison nutzen kann. Zwischen Oktober und April besteht zudem die Chance, Nordlichter zu sehen.

Nicht mit der Masse schwimmen empfiehlt sich auch geografisch: Die Orte, die in jedem Reiseführer stehen, sind überlaufen und teuer. Wer Island ursprünglicher und weniger überlaufen kennenlernen möchte, der sollte schnell den Großraum Reykjavík und den Südwesten verlassen. Es gibt phantastische Gegenden auch im Osten und Nordosten.

Traumhafte Natur auf Island

Die richtige Wahl des Mietwagens

Aber wie im Land herumkommen? Die meisten mieten ein Auto. Dabei kostet der Geländewagen mit Allradantrieb natürlich mehr als der einfache Pkw. Wer im Sommer unterwegs ist und nicht ins Hochland will, der braucht keinen Allradwagen. Im Winter sei der allerdings empfehlenswert und für manche Strecken auch Pflicht. Und die Hochlandstraßen, die überhaupt nur im Sommer geöffnet sind, lassen sich nur mit Allradantrieb befahren.

Solo-Reisende schließen sich am besten organisierten Touren unter Führung kundiger Isländer an. Gerade wenn man alles zusammenrechnet, hat man oft von einer organisierten Tour viel mehr.


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Indien – Goa als perfekter Einstieg

Zusammenfassung: Indien ist so exotisch wie fremdartig, ein Land voller Gegensätze, dass gleichzeitig anzieht und abstösst. Um den Subkontinent kennen zu lernen ist eine Reise definitiv zu wenig, doch für einen perfekten Einstieg ist Goa ideal geeignet. Starten Sie jetzt Indien für Anfänger.

Ein Mann liegt am Straßenrand. Er stört sich nicht am Hupen der Rikshas, den rasanten Überholmanövern der Busse oder hungrigen Bissen der Straßenhunde. Der Mann ist tot. Liegt da, gehört einfach dazu. Wie die orange-gekleideten Sadhus mit ihren weiß-rot-gelben Bemalungen im Gesicht und die Kühe, um die sich jeder Verkehrsteilnehmer irgendwie herum manövriert. Sie alle sind Teil des Straßenbildes in der südindischen Stadt Tiruvannamalai. Für westliche Besucher schockieren, für Indien ein Stück weit Normalität.

Traumstrand Goa

Indien in der Light-Version

Goa ist Indien light. Es erinnert an das Original, ist aber eben nur seine abgespeckte Version. Deshalb ist Goa der optimale Einstieg für die erste Indien-Reise. Es erschreckt westliche Touristen nicht, hier knallen die Kulturen nicht so krass aufeinander. Man kann Indien erstmal beschnuppern und auch tolle Hotels nach westlichen Standarts finden.

In Goa brauchen Touristen ihre Hände und Füße nicht zum Reden. Alle sprechen Englisch. Urlauber sind überrepräsentiert. Entsprechend haben sich die Einheimischen, gefühlt in Unterzahl, an die Touristenmassen angepasst, die Goa jährlich besuchen. Wo zum Beispiel guter Kaffee in Indien für verwöhnte Europäer Mangelware ist, finden sie in Goa plötzlich eine Auswahl an Läden mit starkem Kaffee in allerlei Variationen. Gleiches gilt fürs Essen. Konnte oder wollte sich der zimperliche Magen noch nicht an die scharfen Nationalspeisen gewöhnen, bekommt er hier außer Reis und Chapati viele unscharfe Wahlmöglichkeiten hipsterlicher Food-Trends.

Reiseempfehlung Indien

Auch in puncto Kleidung braucht der Tourist sich nicht anzupassen. Während Strandurlauber in Mamallapuram im Südosten Indiens nur komplett bekleidet ins Meer springen, zeigt man in Goa Haut. Und davon viel. Weiße Körper in Bikinis und Boardshorts versuchen nicht nur am Strand ihre Drinnenhautfarbe in einen Sommer-Teint zu verwandeln, auch in den engen Gassen der Fischerdörfer Agonda und Arambol dürfen die Bierbäuche über den Hosen und die Hintern aus den Shorts hängen. Stört ja keinen.

Entspannung fast wie in den 60-ern

Goa ist näher am westlichen Standard, es gibt weniger kulturell bedingte Selbstverständlichkeiten, auf die man hier Rücksicht nehmen muss als andernorts. Zu sehr sind es die Einheimischen in dem Touri-Zentrum gewöhnt, dass sich Besucher danebenbenehmen. Zu normal ist es, dass auf offener Straße getrunken, geknutscht und in unpässlicher Kleidung herumgelaufen wird. Natürlich ist das einfacher, der Kulturschock geringer. Aber man lernt Indien nicht kennen, wenn man nur in Goa rumhängt und das Gewohnte zelebriert. Es gibt so viel Indien, das man in Goa nicht erfahren kann. Neben menschlichen Begegnungen sind das wirklich atemraubende Landschaften. Das Himalaya-Gebirge zum Beispiel. Nur oben im Norden kann man über einen riesengroßen blauen Mond staunen, der über den schneebedeckten Gipfeln der Bergmonstren stand und so dem menschengroßen Riesenaffen, der in der Nähe auf einem Baum saß, echte Konkurrenz machte.

Strand bei Goa

Für viele Reisende ist der Hauptgrund nach Indien zu reisen Yoga. Seit Yoga westliche Massentauglichkeit erreicht hat, pilgern Wannabe-Yogis in Scharen nach Indien. Trotz der Besucher-Scharen gibt es noch Orte, in denen eben jene Stimmung spürbar ist, für die man klassischerweise Indien besucht. Ballermann-Goa gehört trotz diverser Angebote in Sachen Yoga, Meditation & Co. nicht dazu. Der Ort mit dem Toten auf der Straße aber. Tiruvannamalai. Die Tempel-Berg-Stadt im Bundesstaat Tamil Nadu im Süden ist einer der beliebtesten hinduistischen Pilgerorte. Der Gott Shiva soll hier einst auf dem Berg Arunachala erschienen sein. An prominenter Stelle auf der Bergspitze steht jetzt das Shiva-Attribut Trishula, der Dreizack, und wacht über die Stadt. Und mit ihr über den riesigen Arunachaleswara-Tempel, zu dem das ganze Jahr über vor allem indische Pilger kommen und die Stadt in eben jene entrückte, irgendwie unwirkliche Stimmung versetzen. So richtig sehen kann man den Tempel vom Berg aus dann aber doch nicht. Smog. Auch das unterscheidet Goa von vielen anderen Teilen Indiens: Smog ist direkt am Meer kein großes Problem, fast überall anders schon.

Selbst hoch oben in den Bergen ist der Abgasnebel ein Thema. Früh am Morgen kann man vom Dorf Bhagsu noch runter auf McLeod Ganj und damit fast auf das indische Zuhause des Dalai Lamas gucken. Kurz nach Sonnenaufgang verschwindet Dharamsalas Vorort unter einer dichten Dunstwolke. Nicht ganz so dunstig ist dagegen das andere Yogi-Pilger-Zentrum Indiens: Rishikesh im nordindischen Bundesstaat Uttarakhand. Obwohl hier gefühlt fast so viele Touristen unterwegs sind wie in Goa, hat sich der Beatles-Pilgerort seine spirituelle Stimmung irgendwie erhalten. Der Grund fließt durch und neben der Stadt: der heilige Fluss Ganges. Ort der Reinigung, Leichenentsorgung und des Wassersports.

All das ist Teil des indischen Alltags. Eines Alltags, der für viele westliche Besucher erst einmal gewöhnungsbedürftig, manchmal absolut nervenaufreibend ist, in Goa aber nicht erlebt werden kann.



einmalige erlebnisse

Neue Seilbahn zur Zugspitze

Zusammenfassung: Sonnenschein satt und ein absolut traumhafter Blick – bei besserem Wetter hätte die Inbetriebnahme der neuen Seilbahn zur Zugspitze nicht sein können. Bis zu 580 Gäste pro Stunde können jetzt auf Deutschlands höchsten Berg befördert werden. Das neue Wunder der Technik wartet dabei mit gleich drei Weltrekorden auf.

Elegant schwebt die bodentief verglaste Kabine ab der Talstation in die Höhe. Als sie die 127 Meter hohe Stütze passiert (die höchste Stahlbaustütze einer Pendelbahn weltweit), gibt es einen leichten Ruck – mit Magenkribbeln inklusive. Apropos Magen – bei der fast vollständig verglasten Kabine sollte man schon einen guten Magen haben.

Minus sieben Grad waren es zur Eröffnung, Sonnenschein und einem atemberaubenden Blick über die Alpen. Am 21.Dezember ist die neue Seilbahn der Superlative auf die 2962 Meter hohe Zugspitze offiziell in Betrieb gegangen – nach drei Jahren Planung und drei weiteren Jahren Bauzeit.

Bau der neuen Zugspitzseilbahn

Die Seilbahn stellt gleich drei neue Weltrekorde auf: Mit 3213 Metern Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation ist die zu überwindende Entfernung so groß wie bei keiner anderen Seilbahn. Einzigartig ist auch der Höhenunterschied von 1945 Metern zwischen Tal- und Bergstation. Und mit 127 Metern hat keine andere Pendelbahn der Welt eine höhere Stahlbaustütze.

Ganz billig ist der Spaß nicht

Die 1963 eröffnete Eibsee-Seilbahn mit zwei Stützen gehört somit der Vergangenheit an. Bereits im Frühjahr wurde die alte Bahn, die maximal 240 Gäste pro Stunde befördern konnte, stillgelegt. Das neue Technikwunder bringt jetzt bis zu 580 Besucher auf den Gipfel. Die Berg- und Talfahrt kostet 45 Euro – preisgünstig sieht anders aus, besonders für Familien. Etwa 550.000 Menschen haben die Zugspitze jedes Jahr besucht. Künftig soll diese zahl deutlich übertroffen werden.

Mehr Informationen dazu auch auf der Homepage der Zugspitz-Seilbahn.




„Bitte nicht stören“ im Hotelzimmer

Zusammenfassung: Für die eigene Wohnung oder das eigene Haus gilt: Niemand darf einfach ohne Aufforderung das Haus/die Wohnung betreten, auch nicht der Vermieter. Aber wie verhält es sich eigentlich mit dem Hotelzimmer, das ja nur für die Dauer des Aufenthalts gemietet ist? Darf das Zimmermädchen eintreten, auch wenn das „Bitte nicht stören“-Schild draußen hängt? Mehr Informationen dazu jetzt hier.

Die Situation hat wohl jeder Hotelgast schon erlebt: Man liegt noch entspannt im Bett, steht gerade unter der Dusche oder sitzt auf der Toilette – und es klopft. Schnell geht einem die Frage durch den Kopf: Habe ich das „Bitte nicht stören“-Schild rausgehangen? Vielleicht kann man durch lautes Rufen die Situation klären bevor sie peinlich wird – um dann hoffentlich beim nächsten Mal das Schild rechtzeitig raus zu hängen.

Privatsphäre des Gastes hoch angesehen

Nur, wie verbindlich ist das Schild eigentlich? Sind Hotelmitarbeiter tatsächlich nicht befugt, die Tür zu öffnen, wenn das Schild hängt? Gunther Träger, Pressesprecher der Steigenberger Hotels and Resorts, bejaht: „Wenn der Gast das Schild raushängt, dürfen Hotelangestellte das Zimmer in dieser Zeit nicht betreten.“ Christopher Lück vom Deutschen Hotelverband (IHA) erklärt im Gespräch mit TRAVELBOOK: „Wenn Gäste den Wunsch ‘Bitte nicht stören‘ per Türschild kund tun, dann wird sich der Hotelier daran gebunden fühlen.“ Die Hotellerie in Deutschland räume der Privatsphäre ihrer Gäste einen hohen Rang ein.

Gestützt wird diese Prämisse durch eine Entscheidung des Frankfurter Landgerichts aus dem Jahr 2009 (AZ 2-19 O 153/08), aus der hervorgeht, dass ein Hotel ein „Bitte nicht Stören“-Schild in jedem Fall respektieren muss, um die Privatsphäre des Gastes zu wahren. In dem konkreten Fall war der Beklagte ein deutscher Reiseveranstalter, Klägerin eine Frau, die über den Veranstalter einen Pauschalurlaub in einem Hotel im ägyptischen Sharm-el-Sheik gebucht hatte. Sie bewohnte dort ein Einzelzimmer.

Rechtliche Regelung im Hotel

Als ihr daheimgebliebener Ehemann seine Frau eines Abends nicht erreichte, machte er sich Sorgen, informierte den Reiseveranstalter und bat die Hotelleitung mehrfach darum, nach ihr zu sehen. Diese schob jedoch nur einen Zettel unter der mit einem „Bitte nicht stören“-Schild versehenen Tür hindurch und öffnete aufgrund des Schildes auch am nächsten Tag das Zimmer nicht. Erst zwei Tage später öffnete das Hotel das Zimmer und fand die Frau ohnmächtig im Bett. Durch ein Nierenversagen hatte sie eine Harnvergiftung erlitten und das Bewusstsein verloren. Sie kam auf die Intensivstation und lag fünf Tage im Koma.

Fürsorgepflicht des Hotels

Das Gericht wies die Klage der Frau auf Rückerstattung des Reisepreises, Entschädigung und Schmerzensgeld jedoch ab. Es habe keine hinreichenden Anhaltspunkt für einen Notfall gegeben. „Den Reiseveranstalter treffen zwar Obhuts- und Fürsorgepflichten gegenüber dem Reisenden“, heißt es in der Urteilsbegründung. „Diese gehen jedoch nicht so weit, auf Wunsch anderer Personen, sei es auch, wie hier, der – nicht mitreisende – Ehegatte, ein mit dem Hinweis ‘Do not disturb‘ versehenes Hotelzimmer zu öffnen, ohne dass hinreichende Anhaltspunkte dafür bestehen, dass ein Notfall vorliegt.“

Laut Gericht läge im Öffnen der Tür trotz des Schildes ein „massiver Eingriff in die Privatsphäre des Hotelgastes“, der ausdrücklich seinen Wunsch, nicht gestört zu werden, kundgetan habe. Vielmehr würde umgekehrt ein solches Verhalten einen Reisemangel begründen. Fazit: Hotelangestellte dürfen ein Zimmer mit „Bitte nicht stören“-Schild nicht öffnen, sofern der darin befindliche Gast nicht selbst – durch einen Anruf oder lautes Rufen – darum bittet.

Zimmer ist nicht Eigentum des Gastes

Dass ein Zimmer trotz „Bitte nicht nicht stören“-Schildes betreten wird – und zwar auch ohne Notfall – kommt selbst in den besten Hotels mal vor. Passieren dürfte so etwas aber eigentlich nicht, wie auch der auf Reiserecht spezialisierte Berliner Anwalt Jan Bartholl gegenüber Travelbookers24 bestätigt. Zwar habe es noch keine Rechtsfolgen, wenn die Putzfrau trotz Schildes einmal eintrete. „Sie wohnen im Hotel schließlich nur zur Miete, das Zimmer ist nicht Ihr Eigentum.“

Aber, so rät Bartholl, wenn das wiederholt vorkomme, könne der Gast sich beim Hotel und gegebenenfalls zusätzlich beim Reiseveranstalter beschweren. „Die müssten dann dafür sorgen, dass Abhilfe geschaffen wird.“ Genauso sieht es Reiserechtler Ulf Köper aus Offenbach: „Kommt es einmal vor, ist es eine Unannehmlichkeit. Wenn es immer wieder vorkommt, dann liegt ein Mangel vor, der eine Reisepreisminderung begründet“. Schließlich handele es sich ganz klar um unbefugtes Betreten. In diesem Fall solle man sich beim Hotel und, falls vorhanden, der örtlichen Reiseleitung beschweren. Auch interessant: Wie erkenne ich, ob in meinem Hotelzimmer Bettwanzen sind?

Was, wenn niemand im Zimmer ist?

Manchmal hängen Hotelgäste das „Bitte nicht stören“-Schild auch an die Tür, wenn sie gar nicht im Zimmer sind, etwa während des Frühstücks oder wenn sie es etwa bei Kurzaufenthalten für unnötig halten, dass es gereinigt wird. Darf das Zimmermädchen dann trotzdem eintreten? Hier teilen sich die Meinungen. Gunter Träger von den Steigenberger Hotels und Resorts sagt: „Auch während der Abwesenheit eines Gastes darf kein Hotelangestellter das Zimmer betreten, wenn das Schild außen an der Tür hängt.“

Reiserechtsanwalt Ulf Küper hält dagegen: „Wenn der Gast nicht drin ist, kann das Housekeeping nach mehrmaligem Anklopfen schon reingehen.“ IHA-Sprecher Christopher Lück rät: „Alle speziellen Wünsche sollten direkt mit der Rezeption, beziehungsweise dem Hotel abgesprochen werden.“ Wenn Sie also nicht wollen, dass jemand Ihr Zimmer betritt, während Sie nicht da sind, kommunizieren Sie das einfach. Das Zimmermädchen bekommt dann von der Hotelleitung Bescheid – und wird Ihre Tür bestenfalls nicht anrühren.